CAQ System Beratung für digitale Qualitätsprozesse
Qualitätsmanagement strategisch digitalisieren, CAQ Software fundiert auswählen und wirksam einführen. Qualitätsdaten befinden sich in Excel-Listen, Prüfberichte werden manuell erstellt, Reklamationen in getrennten Systemen bearbeitet und Prüfpläne unabhängig von FMEA, Produktionslenkungsplan oder ERP gepflegt. Mitarbeitende erfassen Informationen mehrfach, während Führungskräfte Kennzahlen häufig erst mit zeitlicher Verzögerung erhalten.
In vielen Unternehmen ist nicht fehlende Software das eigentliche Problem. Die zentrale Herausforderung liegt in fragmentierten Prozessen, uneinheitlichen Datenstrukturen, unklaren Systemrollen und einer fehlenden digitalen Qualitätsstrategie.
Eine professionelle CAQ System Beratung setzt deshalb nicht bei einzelnen Softwarefunktionen an. Sie verbindet Geschäftsziele, Qualitätsprozesse, Organisation, Daten und Technologie zu einer tragfähigen digitalen Qualitätsarchitektur.
Wir unterstützen Industrieunternehmen und qualitätskritische Dienstleistungsorganisationen bei der Analyse, Auswahl, Einführung und Optimierung von CAQ- und Qualitätsmanagementsoftware.
Dabei betrachten wir CAQ nicht als isoliertes IT-Projekt.
Unser Ziel ist ein digital unterstütztes Qualitätsmanagement, das Risiken früher erkennt, Prozesse beschleunigt, Entscheidungen verbessert und Qualitätskosten nachhaltig reduziert.
Wir unterstützen Unternehmen dabei, CAQ-Systeme nicht nur auszuwählen, sondern Qualitätsprozesse, Daten, Organisation und Technologie zu einer wirksamen digitalen Qualitätsarchitektur zu verbinden.
CAQ System Beratung auf einen Blick
CAQ System Beratung umfasst die Analyse bestehender Qualitätsprozesse, die Entwicklung eines digitalen Zielbildes, die Erstellung eines Lastenhefts, die herstellerunabhängige Softwareauswahl sowie die Begleitung der Einführung auf Auftraggeberseite.
Typische Ergebnisse sind:
1. Reifegradbewertung der bestehenden Qualitätsprozesse
2. Digitales Qualitätszielbild
3. Soll-Prozesse
4. System- und Integrationsarchitektur
5. Priorisierter Anforderungskatalog
6. CAQ-Lastenheft
7. Anbieter-Longlist und Shortlist
8. Fit-Gap- und TCO-Bewertung
9. Entscheidungsvorlage für das Management
10. Einführungs-, Migrations- und Testkonzept
11. Pilot- und Rolloutplanung
12. Stabilisierungs- und Optimierungsroadmap
Unser Beratungsmodell umfasst vier aufeinander aufbauende Phasen:
1. Bedarfsanalyse
2. Marktrecherche
3. Entscheidung
4. Einführung
Die einzelnen Phasen können abhängig von Ausgangssituation und Projektumfang separat oder als durchgängiges Gesamtprojekt durchgeführt werden.
Was bedeutet CAQ?
CAQ steht für Computer Aided Quality beziehungsweise computerunterstütztes Qualitätsmanagement und computerunterstützte Qualitätssicherung. CAQ-Systeme unterstützen Unternehmen dabei, qualitätsbezogene Prozesse digital zu planen, auszuführen, zu überwachen und auszuwerten.
Dazu gehören unter anderem:
2. Anforderungsmanagement
4. Produktionslenkungsplanung
5. Prüfplanung
6. Prüfmittelmanagement
7. Wareneingangsprüfung
8. Fertigungsprüfung und SPC
9. Warenausgangsprüfung
10. Reklamationsmanagement und 8D
11. Auditmanagement
12. Lieferantenmanagement
13. Aufgaben- und Maßnahmenmanagement
14. Dokumentenmanagement
15. Qualitätskennzahlen und Managementinformationen
Ein leistungsfähiges CAQ-System verbindet diese Prozesse miteinander. Der eigentliche Nutzen entsteht nicht durch einzelne Module, sondern durch konsistente Daten, klare Verantwortlichkeiten und geschlossene Qualitätsregelkreise.
Was leistet eine CAQ System Beratung?
Eine CAQ System Beratung unterstützt Unternehmen bei strategischen, prozessualen, organisatorischen und technologischen Fragestellungen.
Sie beantwortet unter anderem:
- Welche Qualitätsprozesse sollen digitalisiert werden?
- Welche bestehenden Abläufe sollten vereinheitlicht oder vereinfacht werden?
- Welche Daten werden benötigt?
- Welches System führt welche Informationen?
- Welche CAQ-Module sind tatsächlich erforderlich?
- Wie werden ERP, MES, PLM, DMS, LIMS und Messsysteme integriert?
- Welche Software passt zur Branche, Unternehmensgröße und Systemlandschaft?
- Wie werden bestehende Daten migriert und bereinigt?
- Welche Anforderungen bestehen an Informationssicherheit und Betrieb?
- Wie werden Mitarbeitende einbezogen und qualifiziert?
- Wie wird nach dem Go-live geprüft, ob die erwarteten Verbesserungen erreicht wurden?
CAQ Software Consulting ist damit weit mehr als die Suche nach einem geeigneten Produkt. Es verbindet Qualitätsmanagement, Prozessberatung, Requirements Engineering, Systemarchitektur, Softwareauswahl, Projektsteuerung und Change Management.
CAQ Software Consulting als Investitionssicherung
Die Auswahl und Einführung einer CAQ Software ist eine langfristige Investitionsentscheidung.
Neben Lizenz- und Einführungskosten entstehen Aufwände für:
Prozessgestaltung
Konfiguration
Schnittstellen
Datenmigration
Schulungen
Betrieb
Support
Updates
Erweiterungen
Rollout weiterer Standorte
Eine unzureichend vorbereitete Entscheidung kann erhebliche Folgekosten verursachen.
Typische Risiken sind:
1. Auswahl einer fachlich ungeeigneten Lösung
2. Fehlende Anwenderakzeptanz
3. Unterschätzter Integrationsaufwand
4. Unklare Datenverantwortung
5. Hoher Individualentwicklungsbedarf
6. Parallele Excel- und Insellösungen trotz neuer Software
7. Unzureichend vorbereitete Migration
8. Geringe Skalierbarkeit
9. Hohe Abhängigkeit von Anbieter oder Implementierungspartner
10. Unklare Betriebs- und Supportmodelle
11. Fehlende Abnahmekriterien
12. Technischer Go-live ohne stabile Prozesse
Eine herstellerunabhängige CAQ Beratung reduziert diese Risiken durch eine strukturierte und nachvollziehbare Vorgehensweise. Dabei gilt: Prozesse und Zielbild vor Softwarefunktionen, belastbare Anforderungen vor Anbieterpräsentationen und nachgewiesene Eignung vor Systementscheidung.
Herstellerunabhängige CAQ Beratung
Softwarehersteller kennen ihre eigenen Produkte und können deren Funktionen, Architektur und Einführungsmethodik detailliert darstellen. Die Rolle einer unabhängigen Unternehmensberatung ist eine andere. Wir analysieren zunächst, welche Prozesse, Daten, Funktionen und Rahmenbedingungen das Unternehmen tatsächlich benötigt.
Erst danach wird bewertet, welche Lösungen geeignet sind.
Eine herstellerunabhängige CAQ System Beratung unterstützt dabei:
1. Anforderungen neutral zu strukturieren
2. Anbieter nach einheitlichen Kriterien zu vergleichen
3. Funktionsversprechen kritisch zu prüfen
4. Standardfunktionen und Individualentwicklungen zu unterscheiden
5. Integrations- und Migrationsrisiken sichtbar zu machen
6. Gesamtbetriebskosten zu bewerten
7. Projekt- und Vertragsrisiken zu reduzieren
8. Entscheidungssicherheit für das Management zu schaffen
9. die Interessen des Auftraggebers während der Einführung zu vertreten
Softwareanbieter erklären ihr Produkt. Wir klären, welche Prozesse, Daten, Architektur und Lösung Ihr Unternehmen wirklich benötigt.
Digitale Transformation im Qualitätsmanagement
Digitale Transformation bedeutet nicht, bestehende Formulare und Excel-Listen unverändert in eine neue Software zu übertragen.
Sie beginnt mit der Frage, wie Qualitätsprozesse künftig effizienter, vernetzter und wirksamer arbeiten sollen.
Eine digitale Qualitätsarchitektur verbindet beispielsweise:
Kundenanforderungen
Produkt- und Prozessrisiken
Produktionslenkungsplan
Prüfplanung
Prüfmittelmanagement
Fertigungsprüfung und SPC
Wareneingangsprüfung
Lieferantenqualität
Reklamationsmanagement
Auditmanagement
Aufgaben- und Maßnahmenmanagement
Dokumentenmanagement
Managementinformationen
Der Nutzen entsteht durch die Verbindung dieser Prozesse.
Ein Beispiel: Eine Kundenreklamation löst eine Ursachenanalyse aus. Daraus entstehen Korrekturmaßnahmen. Die Erkenntnisse werden in die FMEA übernommen. Produktionslenkungsplan und Prüfplan werden angepasst. Die neue Prüfvorgabe wird am Arbeitsplatz bereitgestellt. Anschließend wird anhand realer Qualitätsdaten überprüft, ob die Maßnahme wirksam war.
Dieser Closed Quality Loop ist ein wesentliches Ziel der digitalen Transformation im Qualitätsmanagement.
Digitales Qualitätszielbild
Vor einer Softwareentscheidung sollte definiert werden, wie das digitale Qualitätsmanagement künftig arbeiten soll.
Ein digitales Qualitätszielbild beantwortet unter anderem:
- Welche Qualitätsprozesse werden zentral oder dezentral gesteuert?
- Welche Prozesse sollen harmonisiert werden?
- Welche Verantwortlichkeiten besitzen Process Owner, Qualität, IT und Fachbereiche?
- Welche Datenobjekte werden zentral geführt?
- Welche Aufgaben übernimmt das CAQ-System?
- Welche Funktionen verbleiben in ERP, MES, PLM oder DMS?
- Welche Kennzahlen benötigt das Management?
- Welche Standards gelten standortübergreifend?
- Welche lokalen Varianten sind zulässig?
- Wie werden Änderungen, Freigaben und Eskalationen gesteuert?
- Wie werden Qualitätsdaten für Automatisierung und KI nutzbar gemacht?
Vor der Softwareentscheidung definieren wir nicht nur Funktionen, sondern das zukünftige Betriebsmodell des digitalen Qualitätsmanagements.
Typische Ausgangssituationen
Eine CAQ System Beratung ist insbesondere in drei Situationen sinnvoll.
Neueinführung
Das Unternehmen arbeitet überwiegend mit Excel, Papier, Einzelanwendungen oder manuellen Prozessen und möchte erstmals eine integrierte CAQ-Plattform einführen.
Typische Ziele sind:
Transparenz
Standardisierung
Rückverfolgbarkeit
Automatisierung
zentrale Datenhaltung
bessere Auswertungen
Ablösung oder Konsolidierung
Ein vorhandenes System ist veraltet, wird nicht mehr unterstützt oder passt nicht mehr zur Unternehmensentwicklung.
Weitere Gründe können sein:
mehrere parallele Systeme
hoher Pflegeaufwand
fehlende Schnittstellen
technische Abhängigkeiten
Standortkonsolidierung
Cloud- oder ERP-Transformation
Optimierung und Ausbau
Ein CAQ-System ist bereits vorhanden, wird aber nur eingeschränkt genutzt.
Typische Hinweise sind:
Excel-Nebenlösungen
geringer Nutzungsgrad
manuelle Datenübertragung
fehlende Integration
uneinheitliche Stammdaten
nicht genutzte Module
unzureichende Managementinformationen
wiederkehrende Qualitätsprobleme trotz vorhandener Software
Auch in dieser Situation kann ein unabhängiger CAQ-Quick-Check wesentliche Verbesserungspotenziale identifizieren.
CAQ Beratung für Industrie und Dienstleistung
CAQ-Systeme besitzen ihre stärkste Bedeutung in der Industrie. Die zugrunde liegenden Qualitätsprozesse sind jedoch auch für qualitätskritische Dienstleistungsorganisationen relevant.
Industrieunternehmen und typische Branchen und Einsatzfelder sind:
- Automotive
- Maschinen- und Anlagenbau
- Metallverarbeitung
- Elektronik
- Kunststoffindustrie
- Medizintechnik
- Luft- und Raumfahrt
- Pharma und Life Sciences
- Lebensmittelindustrie
- Prozessindustrie
- Produktion und Logistik
Dienstleistungsorganisationen
Relevante Prozesse sind beispielsweise:
Dokumentenlenkung
Auditmanagement
Risikomanagement
Kundenbeschwerden
CAPA und Korrekturmaßnahmen
Aufgaben- und Maßnahmensteuerung
Lieferantenbewertung
Qualifikations- und Schulungsmanagement
Prozessmanagement
Management Reviews
Qualitätskennzahlen
Entscheidend ist nicht die Branchenbezeichnung.
Entscheidend ist, welche Qualitätsprozesse geplant, gesteuert, dokumentiert, ausgewertet und verbessert werden müssen.
Unser CAQ-Auswahl- und Einführungsmodell
Vier Phasen für eine belastbare Systementscheidung und erfolgreiche Umsetzung
Unser Beratungsmodell verbindet Prozess-, Organisations-, Daten- und Technologieperspektive über vier Projektphasen.
CAQ, ERP, MES, PLM und DMS richtig abgrenzen
Eine zentrale Aufgabe der CAQ Beratung ist die Definition klarer Systemrollen.
ERP
Das ERP führt häufig kaufmännische und logistische Daten wie Artikel, Materialien, Lieferanten, Kunden, Aufträge und Bestände.
MES
Das MES unterstützt produktionsnahe Prozesse, Maschinen, Arbeitsplätze, Aufträge und Betriebsdaten.
PLM
Das PLM verwaltet Produktstrukturen, Zeichnungen, Entwicklungsstände und technische Änderungen.
CAQ
Das CAQ-System unterstützt Qualitätsplanung, Prüfprozesse, Risiken, Abweichungen, Maßnahmen und Qualitätsauswertungen.
DMS
Das DMS verwaltet Dokumente, Versionen, Freigaben und Aufbewahrung. Die konkrete Aufgabenverteilung hängt von der bestehenden Architektur und den eingesetzten Lösungen ab. Entscheidend ist, für jedes zentrale Datenobjekt ein führendes System zu definieren und redundante Pflege zu vermeiden.
Cloud, On-Premises oder Hybrid
Die Wahl des Betriebsmodells ist eine strategische Entscheidung.
Cloud
Cloud-Lösungen können einen schnellen technischen Einstieg und standortübergreifenden Zugriff ermöglichen.
Zu prüfen sind:
Datenstandort
Informationssicherheit
Verfügbarkeit
Schnittstellen
Releasezyklen
Anpassbarkeit
Datenexport
Anbieterabhängigkeit
On-Premises
On-Premises-Lösungen ermöglichen den Betrieb innerhalb der eigenen Infrastruktur.
Sie erzeugen jedoch interne Anforderungen an Administration, Updates, Sicherheit und Verfügbarkeit.
Hybrid
Hybride Architekturen verbinden zentrale Cloud-Funktionen mit lokalen Komponenten, beispielsweise für Maschinenanbindung oder produktionskritische Prozesse.
Die Entscheidung sollte anhand von Geschäftsanforderungen, Schutzbedarf, Architektur, Kosten und Betriebsfähigkeit getroffen werden.
Künstliche Intelligenz im Qualitätsmanagement
Künstliche Intelligenz kann ausgewählte Qualitätsprozesse unterstützen.
Mögliche Anwendungen sind:
- Anforderungen aus Dokumenten extrahieren
- ähnliche Fehler und Reklamationen finden
- Ursachenanalysen vorbereiten
- Maßnahmen aus früheren Fällen vorschlagen
- FMEA-Inhalte strukturieren
- Inkonsistenzen zwischen Qualitätsdokumenten erkennen
- Prüf- und Messdaten analysieren
- auffällige Muster identifizieren
- Auditberichte zusammenfassen
- Managementberichte vorbereiten
Der Nutzen von KI hängt weniger von einzelnen Algorithmen als von konsistenten Daten, eindeutigen Qualitätsobjekten und kontrollierten Prozessen ab.
Vor dem KI-Einsatz müssen häufig folgende Grundlagen geschaffen werden:
1. Einheitliche Fehlerkataloge
2. Strukturierte Ursachen und Maßnahmen
3. Belastbare Merkmals- und Prozessdaten
4. Klare System- und Datenverantwortung
5. Ausreichende Datenqualität
6. Berechtigungskonzepte
7. Datenschutz
8. Menschliche Kontroll- und Freigabepunkte
KI kann Analysen beschleunigen.
Sie ersetzt jedoch nicht die fachliche Verantwortung für Risiken, Freigaben, Ursachen und Produktentscheidungen.
Typische Fehler bei CAQ-Projekten
Fehlendes Zielbild
Anbieter werden eingeladen, bevor Prozesse, Ziele und Anforderungen ausreichend geklärt wurden.
Zu früher Produktfokus
Die Diskussion konzentriert sich auf eine favorisierte Lösung, bevor Alternativen strukturiert bewertet wurden.
Unveränderte Digitalisierung bestehender Abläufe
Komplexe oder ineffiziente Prozesse werden ohne Vereinfachung im neuen System nachgebaut.
Unterschätzte Schnittstellen
Erforderliche Datenflüsse zu ERP, MES, PLM und Messsystemen werden erst während der Einführung konkretisiert.
Zu spät vorbereitete Migration
Datenqualität und Verantwortlichkeiten werden erst kurz vor dem Go-live betrachtet.
Zu viele Individualentwicklungen
Sonderlösungen erhöhen Einführungskosten, Wartungsaufwand und Anbieterabhängigkeit.
Späte Einbindung der Anwender
Die Lösung entspricht formal den Anforderungen, wird aber im Arbeitsalltag nicht akzeptiert.
Fehlende Abnahmekriterien
Am Projektende besteht Uneinigkeit darüber, wann eine Funktion als vollständig umgesetzt gilt.
Go-live ohne Stabilisierung
Das System ist technisch verfügbar, Prozesse und Anwenderverhalten sind jedoch noch nicht stabil.
Erfolgsfaktoren für CAQ-Auswahl und Einführung
Zentrale Erfolgsfaktoren sind:
1. Klare Unternehmensziele
2. Realistischer Projektumfang
3. Verantwortliche Process Owner
4. Harmonisierte Soll-Prozesse
5. Priorisierte Anforderungen
6. Klare Datenverantwortung
7. Belastbare Schnittstellenarchitektur
8. Konsequentes Fit-to-Standard
9. Frühzeitige Anwenderbeteiligung
10. Professionelles Testmanagement
11. Geplante Migration
12. Qualifizierte Key User
13. Aktive Führung
14. Change Management
15. Stufenweise Pilotierung
16. Wirksamkeitsprüfung nach dem Go-live
Die Software ist ein wichtiger Enabler.
Der Projekterfolg entsteht durch das Zusammenspiel von Prozessen, Menschen, Daten und Technologie.
Praxisbeispiel: CAQ-Konsolidierung in einem Produktionsverbund
Ein Industrieunternehmen nutzt an mehreren Standorten unterschiedliche CAQ-Lösungen, Excel-Dateien und lokale Datenbanken.
Prüfmittel, Reklamationen und Prüfpläne werden nicht einheitlich verwaltet. Standorte verwenden unterschiedliche Fehlerkataloge und Kennzahlen. Ein konzernweites Reporting ist nur mit hohem manuellen Aufwand möglich.
Im ersten Schritt werden Prozesse, Daten und Systemrollen analysiert. Anschließend wird ein standortübergreifendes Zielbild entwickelt. Globale Kernprozesse werden definiert, während begründete lokale Anforderungen erhalten bleiben.
Aus dem Zielbild entsteht ein priorisiertes Lastenheft. Geeignete Anbieter werden recherchiert, anhand einheitlicher Szenarien bewertet und in einem Proof of Concept überprüft. Nach der Systementscheidung wird zunächst ein Pilotstandort eingeführt. Migration, Schnittstellen, Tests und Schulungen werden kontrolliert umgesetzt.
Die Erkenntnisse aus dem Pilot fließen in die Rolloutplanung weiterer Standorte ein.
Das Ergebnis ist nicht nur ein neues CAQ-System, sondern eine harmonisierte Qualitätsarchitektur mit klaren Prozessen, Datenverantwortlichkeiten und Managementinformationen.
Warum KONTOR GRUPPE?
Herstellerunabhängigkeit
Wir sind nicht an einen bestimmten CAQ-Hersteller gebunden.
Auftraggeberseitige Beratung
Wir vertreten die Interessen des Kunden während Auswahl und Einführung.
Verbindung von Qualität und IT
Qualitätsmethoden, Produktionsprozesse, Daten und Systemarchitektur werden gemeinsam betrachtet.
End-to-End-Perspektive
Wir betrachten die Verbindung von Qualitätsvorausplanung, FMEA, Prüfplanung, Prüfmitteln, SPC, Reklamationen, Audits und Managementinformationen.
Strukturierte Methodik
Unser Vier-Phasen-Modell schafft Transparenz über Vorgehen, Entscheidungen und Ergebnisse.
Einbindung geeigneter Experten
Abhängig von Branche, Qualitätsprozess und Technologie können spezialisierte Fachberater in das Projekt eingebunden werden.
Häufige Fragen zur CAQ System Beratung
Was ist CAQ System Beratung?
CAQ System Beratung unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Auswahl, Einführung und Optimierung von Software für Qualitätsmanagement, Qualitätsplanung und Qualitätssicherung.
Was bedeutet CAQ?
CAQ steht für Computer Aided Quality beziehungsweise computerunterstütztes Qualitätsmanagement und computerunterstützte Qualitätssicherung.
Wann lohnt sich eine CAQ Beratung?
Eine externe Beratung ist besonders sinnvoll bei Neueinführung, Systemablösung, Standortkonsolidierung, geringer Nutzung bestehender Software oder komplexen Integrationsanforderungen.
Ist die Beratung herstellerunabhängig?
Ja. Prozesse und Anforderungen werden zunächst unabhängig von konkreten Produkten definiert. Anschließend werden Anbieter anhand einheitlicher Kriterien verglichen.
Wie läuft die CAQ-Softwareauswahl ab?
Das Vorgehen umfasst Bedarfsanalyse, Lastenheft, Marktrecherche, Anbieter-Shortlist, Demonstrationen, Fit-Gap-Analyse, Proof of Concept, TCO-Bewertung und Systementscheidung.
Was gehört in ein CAQ-Lastenheft?
Ein CAQ-Lastenheft enthält fachliche, funktionale, technische, integrative, organisatorische und wirtschaftliche Anforderungen.
Welche Rolle übernimmt die KONTOR GRUPPE bei der Einführung?
Wir begleiten die Einführung auf Auftraggeberseite und unterstützen bei Governance, Fachkonzept, Datenmigration, Integration, Tests, Abnahme, Pilotierung und Change Management.
Wer konfiguriert die CAQ Software?
Die technische Konfiguration erfolgt in der Regel durch den ausgewählten Softwareanbieter oder Implementierungspartner. Wir sichern die fachlichen Anforderungen und Interessen des Auftraggebers ab.
Welche Systeme werden mit CAQ integriert?
Typische Schnittstellen bestehen zu ERP, MES, PLM, DMS, LIMS, Maschinen, Messmitteln und Business Intelligence.
Welche Rolle spielt Datenmigration?
Die Migration ist ein zentraler Bestandteil der Einführung. Daten müssen bewertet, bereinigt, zugeordnet, getestet und fachlich freigegeben werden.
Sollte CAQ Software in der Cloud betrieben werden?
Das geeignete Betriebsmodell hängt von Schutzbedarf, Architektur, Integrationsanforderungen, Verfügbarkeit, Kosten und interner Betriebsfähigkeit ab.
Kann KI in CAQ-Prozessen eingesetzt werden?
KI kann bei Analyse, Klassifikation, Suche, Mustererkennung und Berichtserstellung unterstützen. Fachliche Entscheidungen und Freigaben benötigen weiterhin menschliche Kontrolle.
Was ist ein CAQ-Quick-Check?
Ein CAQ-Quick-Check bewertet bestehende Qualitätsprozesse, Systeme, Daten, Schnittstellen und Verbesserungspotenziale und entwickelt erste Handlungsempfehlungen.
CAQ-Quick-Check
Sie planen die Einführung, Ablösung, Konsolidierung oder Optimierung eines CAQ-Systems?
Im Rahmen unseres CAQ-Quick-Checks bewerten wir:
- Ihre aktuellen Qualitätsprozesse
- bestehende CAQ-, ERP-, MES-, PLM- und DMS-Systeme
- Excel-, Papier- und Insellösungen
- Medienbrüche und manuelle Tätigkeiten
- genutzte und fehlende CAQ-Module
- Datenqualität und Stammdaten
- Schnittstellen und führende Systeme
- Reporting und Managementinformationen
- Automatisierungs- und KI-Potenziale
- Projekt- und Einführungsrisiken
Sie erhalten:
1. Eine strukturierte Reifegradbewertung
2. Eine Prozess- und Systemübersicht
3. Eine Analyse zentraler Medienbrüche
4. Eine Bewertung der Daten- und Schnittstellenlage
5. Identifizierte Projekt- und Investitionsrisiken
6. Priorisierte Handlungsfelder
7. Ein erstes digitales Qualitätszielbild
8. Konkrete Empfehlungen für Auswahl, Ablösung oder Optimierung
Schaffen Sie Klarheit über Prozesse, Systeme, Daten und nächste Projektschritte, bevor Sie sich auf eine konkrete Softwarelösung festlegen.