Marktrecherche

CAQ Marktrecherche für eine fundierte Softwareauswahl

Geeignete CAQ-Anbieter identifizieren, objektiv vergleichen und für die Systementscheidung qualifizieren. Der Markt für CAQ- und Qualitätsmanagementsoftware ist vielfältig und nur eingeschränkt transparent.

Anbieter unterscheiden sich hinsichtlich Funktionsumfang, Branchenausrichtung, Technologie, Integrationsfähigkeit, Betriebsmodell, Benutzerfreundlichkeit, Einführungsmethodik und Kostenstruktur. Einige Systeme unterstützen fertigungsnahe Qualitätsprozesse wie Prüfplanung, Prüfmittelmanagement und SPC. Andere Lösungen konzentrieren sich stärker auf Audits, Dokumentenlenkung, Risiken, Maßnahmen oder Managementsysteme.

Hinzu kommen ERP-integrierte Qualitätsmodule, MES-nahe Anwendungen, PLM-orientierte Lösungen, Cloud-Plattformen und spezialisierte Best-of-Breed-Systeme.

Für Unternehmen entsteht dadurch ein komplexes Markt- und Entscheidungsumfeld.

Ähnliche Funktionen werden unterschiedlich bezeichnet. Anbieter verstehen Anforderungen nicht immer auf dieselbe Weise. Aussagen wie „im Standard enthalten“, „konfigurierbar“, „über eine Schnittstelle möglich“ oder „auf der Roadmap“ können sehr unterschiedliche Aufwände, Kosten und Risiken verbergen.

Eine reine Internetsuche, eine allgemeine Herstellerliste oder der Vergleich von Produktbroschüren reicht daher nicht aus.

Eine professionelle CAQ Marktrecherche übersetzt das digitale Qualitätszielbild und das CAQ-Lastenheft in einen strukturierten Markt- und Selektionsprozess.

Sie identifiziert grundsätzlich geeignete Lösungen, grenzt das relevante Wettbewerbsfeld ein und qualifiziert diejenigen Anbieter, die fachlich, technologisch, organisatorisch und wirtschaftlich zum Unternehmen passen.

Das Ergebnis ist keine möglichst lange Liste bekannter Hersteller. Das Ergebnis ist eine belastbare Shortlist geeigneter CAQ-Lösungen für die anschließende Entscheidungsphase.

Eine hochwertige CAQ Marktrecherche fragt nicht, welche Software am Markt am bekanntesten ist. Sie klärt, welche Anbieter das definierte Qualitätszielbild unter realistischen Bedingungen erfüllen können.

CAQ Marktrecherche auf einen Blick

Die CAQ Marktrecherche bildet die zweite Phase unseres vierstufigen Beratungsmodells:

1. Bedarfsanalyse

2. Marktrecherche

3. Entscheidung

4. Einführung

In der Bedarfsanalyse werden Prozesse, Zielbild, Systemarchitektur und Anforderungen definiert.

Die Marktrecherche überführt diese Grundlagen in einen strukturierten Anbieter- und Softwarevergleich.

Abhängig vom vereinbarten Projektumfang entstehen:

1. Eine strukturierte Solution Landscape

2. Ein transparentes Auswahl- und Bewertungsmodell

3. Eine qualifizierte Anbieter-Longlist

4. Definierte Eignungs- und Ausschlusskriterien

5. Ein Request for Information

6. Bewertete Anbieterantworten

7. Eine qualifizierte Anbieter-Shortlist

8. Ein Request for Proposal und Ausschreibungsunterlagen

9. Eine Anforderungserfüllungsmatrix

10. Ein normalisierter Leistungs- und Angebotsvergleich

11. Eine erste Total-Cost-of-Ownership-Bewertung

12. Eine Anbieter- und Projektrisikobewertung

13. Vorbereitete Demonstrationsszenarien

14. Eine Empfehlung für die anschließende Entscheidungsphase

Die Marktrecherche beantwortet, welche Anbieter in die Feinauswahl gehören.

Die Entscheidungsphase prüft anschließend, welcher dieser Anbieter den besten nachgewiesenen Gesamt-Fit besitzt.

Was ist eine CAQ Marktrecherche?

Eine CAQ Marktrecherche ist die systematische Identifikation, Analyse und Vorauswahl geeigneter Softwarelösungen und Anbieter für digitales Qualitätsmanagement, Qualitätsplanung und Qualitätssicherung.

Sie basiert auf den Ergebnissen einer qualifizierten CAQ-Bedarfsanalyse. Im Mittelpunkt steht nicht die allgemeine Leistungsfähigkeit einer Software, sondern ihre Eignung für die konkrete Unternehmenssituation.

Bewertet werden unter anderem:

  • Unternehmensziele und Qualitätsprozesse
  • Branchenanforderungen
  • Standorte und Nutzergruppen
  • Datenstrukturen
  • Systemlandschaft und Schnittstellen
  • Betriebsmodell
  • Informationssicherheit
  • Einführungsanforderungen
  • Anbieterkompetenz
  • Gesamtbetriebskosten
  • langfristige Zukunftsfähigkeit

Die CAQ Marktrecherche beantwortet zentrale Fragen:

Welche Lösungskategorien sind grundsätzlich geeignet?

Welche Anbieter decken die priorisierten Qualitätsprozesse ab?

Welche Produkte passen zur bestehenden und zukünftigen Systemarchitektur?

Welche Lösungen unterstützen mehrere Standorte, Sprachen und Gesellschaften?

Welche Anbieter verfügen über relevante Projekt- und Branchenerfahrung?

Welche Anforderungen werden im Standard erfüllt?

Wo sind Konfigurationen, Erweiterungen oder Individualentwicklungen erforderlich?

Welche Einführungs-, Betriebs- und Folgekosten entstehen?

Welche Anbieter sollten in die vertiefte Entscheidungsphase aufgenommen werden?

Marktrecherche als strategischer Selektionsprozess

Der Begriff Marktrecherche kann den Eindruck einer einfachen Suche nach verfügbaren Herstellern vermitteln. Tatsächlich handelt es sich um einen strategischen Selektionsprozess.

Eine qualifizierte CAQ Marktanalyse verbindet:

1. Marktintelligenz

2. Requirements Management

3. Technologieberatung

4. Anbieterqualifizierung

5. Beschaffungsunterstützung

6. Wirtschaftlichkeitsbewertung

7. Risikomanagement

Die CAQ Marktrecherche ist deshalb kein Verzeichnis möglicher Hersteller. Sie reduziert einen heterogenen Softwaremarkt auf eine belastbare Auswahl von Lösungen, die das definierte Qualitätszielbild grundsätzlich erfüllen können.

Managementnutzen der CAQ Marktrecherche

Die Marktrecherche schafft nicht nur Orientierung für das Projektteam. Sie unterstützt zentrale Investitions- und Managemententscheidungen.

Markttransparenz

Das Unternehmen erhält einen strukturierten Überblick über relevante Anbieter, Lösungskategorien und technologische Ansätze.

Entscheidungseffizienz

Nur grundsätzlich geeignete Anbieter werden in zeit- und ressourcenintensive Demonstrationen, Workshops und Proofs of Concept einbezogen.

Investitionssicherheit

Funktionale, technische, organisatorische und wirtschaftliche Risiken werden vor der finalen Systementscheidung sichtbar.

Vergleichbarkeit

Anbieter werden anhand einheitlicher Anforderungen, Kriterien, Nachweise und Kostenstrukturen bewertet.

Wettbewerb

Mehrere qualifizierte Anbieter treten unter vergleichbaren Bedingungen in den Auswahlprozess ein.

Verhandlungssicherheit

Leistungsumfang, Annahmen, Abweichungen, Optionen und Kosten werden nachvollziehbar dokumentiert.

Zukunftsfähigkeit

Neben dem heutigen Funktionsumfang werden Architektur, Produktstrategie, Skalierbarkeit, Datenzugang und Anbieterfähigkeit betrachtet. Eine professionelle Marktrecherche reduziert nicht nur die Anzahl der Anbieter. Sie erhöht die Qualität des Wettbewerbs zwischen den verbleibenden Lösungen.

Voraussetzungen für die CAQ Marktrecherche

Die Marktrecherche sollte erst beginnen, wenn die wesentlichen Grundlagen aus Phase 1 vorliegen.

Dazu gehören:

1. Strategische Projektziele

2. Definierter Projektumfang

3. Digitales Qualitätszielbild

4. Beschriebene Soll-Prozesse

5. Priorisierte Anforderungen

6. CAQ-Lastenheft

7. System- und Datenarchitektur

8. Integrationsanforderungen

9. Anforderungen an Migration und Betrieb

10. Grundlegende Bewertungskriterien

11. Managementfreigabe für die Anbieteransprache

Fehlen diese Grundlagen, besteht das Risiko, dass Produktpräsentationen das Zielbild beeinflussen und Anbieter anhand wechselnder Kriterien bewertet werden. Liegt bereits ein Lastenheft vor, sollte vor Beginn der Marktrecherche geprüft werden, ob es ausreichend vollständig, priorisiert und vergleichbar formuliert ist.

Herstellerunabhängige CAQ Marktanalyse

Softwarehersteller betrachten Anforderungen naturgemäß aus der Perspektive ihres eigenen Produktes. Eine herstellerunabhängige CAQ Beratung verfolgt einen anderen Ansatz.

Ausgangspunkt sind die Unternehmensziele, Prozesse, Daten und Anforderungen des Auftraggebers. Anbieter werden nicht danach bewertet, wie überzeugend ihre Marketingdarstellung ist, sondern danach, wie belastbar sie den definierten Bedarf erfüllen können.

Herstellerunabhängigkeit bedeutet:

1. Keine Vorfestlegung auf ein bestimmtes Produkt

2. Einheitliche Eignungs- und Bewertungskriterien

3. Nachvollziehbare Dokumentation der Auswahl

4. Trennung von Standard, Konfiguration und Entwicklung

5. Transparente Bewertung von Kosten und Risiken

6. Einbeziehung unterschiedlicher Lösungskategorien

7. Offenlegung von Annahmen und Abweichungen

8. Konsequente Vertretung der Interessen des Auftraggebers

Das Ziel ist keine theoretisch neutrale Marktübersicht.

Das Ziel ist eine sachlich begründete und dokumentierte Anbieterqualifizierung.

Solution Landscape: Den relevanten Lösungsraum strukturieren

Vor der Auswahl einzelner Hersteller sollte geklärt werden, welche grundsätzliche Lösungskategorie zur Ausgangssituation passt. Eine CAQ Solution Landscape kann beispielsweise folgende Kategorien umfassen.

Integrierte CAQ-Suiten

Diese Lösungen verbinden mehrere Qualitätsprozesse innerhalb einer gemeinsamen Plattform. Typische Bereiche sind FMEA, Prüfplanung, Prüfmittelmanagement, SPC, Reklamationen, Audits und Lieferantenqualität.

Cloud-native Qualitätsmanagementplattformen

Diese Lösungen wurden für cloudbasierte, standortübergreifende und häufig stark workfloworientierte Prozesse entwickelt.

ERP-integrierte Qualitätsmodule

Diese Module nutzen Daten und Prozesse eines bestehenden ERP-Systems und können Vorteile bei Stammdaten, Aufträgen und Logistik bieten.

MES-nahe Qualitätslösungen

Der Schwerpunkt liegt auf produktionsnahen Prüfungen, Maschinendaten, Auftragsbezug und Shopfloor-Integration.

PLM- und Engineering-nahe Systeme

Diese Lösungen besitzen häufig Stärken bei Produktstrukturen, Merkmalen, Änderungen und entwicklungsnaher Qualitätsplanung.

Managementsystem- und Compliance-Plattformen

Der Fokus liegt beispielsweise auf Dokumenten, Audits, Risiken, Maßnahmen, Schulungen und Managementsystemen.

Branchenspezifische Lösungen

Diese Systeme unterstützen besondere Prozesse, Nachweise oder Anforderungen einzelner Industrien.

Best-of-Breed-Lösungen

Diese Anwendungen konzentrieren sich auf einzelne Qualitätsprozesse und können bei hohem Spezialisierungsbedarf geeignet sein. Nicht nur die Wahl des Anbieters ist strategisch relevant. Bereits die gewählte Lösungskategorie beeinflusst Prozessabdeckung, Integration, Betriebsmodell, Datenarchitektur und langfristige Abhängigkeiten.

Vorgehensmodell der CAQ Marktrecherche

Die konkrete Vorgehensweise richtet sich nach Projektumfang, Branche, Systemlandschaft und Beschaffungsprozess.

Ein typischer Selektionsprozess umfasst:

1. Auswahl- und Bewertungsmodell

2. Solution Landscape und Markt-Screening

3. Anbieter-Longlist

4. Eignungs- und Ausschlusskriterien

5. Request for Information

6. Evidenzbewertung und Shortlist

7. Request for Proposal und Ausschreibung

8. Angebotsnormalisierung, TCO und Risiken

9. Vorbereitung der Entscheidungsphase

Auswahl- und Bewertungsmodell entwickeln

Vor Beginn der Anbieterrecherche werden die Bewertungsdimensionen festgelegt. Diese müssen aus Zielbild, Soll-Prozessen und Lastenheft abgeleitet werden.

Ein ausgewogenes Modell berücksichtigt mehrere Perspektiven.

Prozess-Fit

Wie gut unterstützt die Lösung die definierten End-to-End-Prozesse?

Funktionaler Fit

Welche fachlichen und nichtfunktionalen Anforderungen werden erfüllt?

Technologie-Fit

Passt die Architektur zur bestehenden und geplanten IT-Landschaft?

Integrations-Fit

Können ERP, MES, PLM, DMS, LIMS, Maschinen und Messsysteme geeignet angebunden werden?

Daten- und Migrations-Fit

Unterstützt der Anbieter Datenübernahme, Harmonisierung und fachliche Validierung?

Organisations-Fit

Unterstützt die Lösung Rollen, Standorte, Sprachen, Mandanten und Governance?

Einführungs-Fit

Passt die Projekt- und Implementierungsmethodik zu den Anforderungen und Ressourcen des Kunden?

Anbieter-Fit

Verfügt der Anbieter über Branchenwissen, Kapazität, Referenzen und langfristige Stabilität?

Wirtschaftlicher Fit

Sind Lizenzmodell, Projektkosten, Betriebsaufwand und Gesamtbetriebskosten tragfähig?

Zukunfts-Fit

Sind Produktstrategie, Releasefähigkeit, Erweiterbarkeit, Datenzugang und KI-Roadmap belastbar?

Die Kriterien werden gewichtet und mit einer nachvollziehbaren Bewertungsskala versehen. Dadurch wird die Auswahl weniger von Einzelmeinungen, Produktbekanntheit und Präsentationseffekten beeinflusst.

Ausschlusskriterien und Bewertungskriterien unterscheiden

Eine belastbare Softwareauswahl unterscheidet zwischen Ausschluss- und Bewertungskriterien.

Ausschlusskriterien

Diese Kriterien beschreiben zwingende Voraussetzungen.

Wird eine kritische Voraussetzung nicht erfüllt, wird der Anbieter nicht weiter betrachtet.

Beispiele sind:

Ein geschäftskritischer Prozess wird nicht unterstützt.

Das erforderliche Betriebsmodell ist nicht verfügbar.

Die notwendige Mehrstandortfähigkeit fehlt.

Eine zwingende Sicherheitsanforderung wird nicht erfüllt.

Die Architektur lässt sich nicht in die Zielumgebung integrieren.

Bewertungskriterien

Diese Kriterien dienen dem Vergleich grundsätzlich geeigneter Anbieter.

Beispiele sind:

Benutzerfreundlichkeit

Konfigurierbarkeit

Reporting

Projektmethodik

Support

Gesamtbetriebskosten

Ausschlusskriterien sollten sparsam und begründet eingesetzt werden.

Zu viele Muss-Kriterien können geeignete Lösungen vorschnell ausschließen und den Wettbewerb unnötig reduzieren.

Markt-Screening und Anbieter-Longlist

Im Markt-Screening werden grundsätzlich relevante Anbieter identifiziert.

Dafür können unterschiedliche Informationsquellen genutzt werden:

Herstellerinformationen

Produktdokumentationen

Fachportale

Marktübersichten

Projektwissen

Branchenerfahrung

Referenzen

Softwaredatenbanken

Expertennetzwerke

Direkte Anbieterinformationen

Die Recherche berücksichtigt nicht nur bekannte Marktteilnehmer. Auch kleinere, spezialisierte oder technologisch geeignete Anbieter können relevant sein, wenn sie die Anforderungen besser erfüllen.

Die Longlist bildet das zunächst relevante Wettbewerbsfeld ab. Die Aufnahme in die Longlist ist noch keine Empfehlung. Sie bedeutet lediglich, dass eine Lösung anhand erster Kriterien näher untersucht werden sollte.

Ziel ist nicht die größtmögliche Longlist, sondern ein ausreichend breites und zugleich handhabbares Wettbewerbsfeld.

Anbieterprofile qualifizieren

Für jeden Longlist-Anbieter kann ein strukturiertes Profil erstellt werden.

Ein solches Profil umfasst beispielsweise:

1. Anbieter- und Unternehmensstruktur

2. Produktportfolio

3. Zielbranchen

4. Qualitätsprozesse und Module

5. Technische Architektur

6. Betriebsmodelle

7. Integrationsfähigkeit

8. Mehrstandortfähigkeit

9. Einführungspartner

10. Referenzen

11. Lizenzmodell

12. Produktstrategie

13. erkennbare Stärken

14. mögliche Risiken

Diese Profile ermöglichen eine erste vergleichbare Einordnung der Anbieter.

Request for Information

Der Request for Information, kurz RFI, dient der strukturierten Vorauswahl. Die Longlist-Anbieter erhalten einen kompakten und einheitlichen Fragenkatalog. Der RFI konzentriert sich auf Kriterien, die für eine grundsätzliche Eignung entscheidend sind.

Typische Inhalte sind:

1. Unternehmens- und Produktprofil

2. Unterstützung zentraler Qualitätsprozesse

3. Systemarchitektur

4. Cloud-, On-Premises- oder Hybridbetrieb

5. Mehrstandort- und Mandantenfähigkeit

6. Schnittstellen und APIs

7. Datenmigration

8. Rollen und Berechtigungen

9. Reporting und Analytics

10. Informationssicherheit

11. Einführungsmethodik

12. Support und Service

13. Branchen- und Projektreferenzen

14. Produktstrategie

15. KI- und Automatisierungsfunktionen

16. Grobe Kostenstruktur

Der RFI ersetzt nicht das vollständige CAQ-Lastenheft. Sein Ziel ist die effiziente Trennung zwischen grundsätzlich geeigneten und nicht ausreichend geeigneten Anbietern.

Nachweispflichten für Anbieterantworten

Ein einfaches „Ja“ sollte bei wichtigen Anforderungen nicht ausreichen.

Der Anbieter sollte angeben:

1. Welche Produktversion die Funktion enthält

2. Welches Modul oder welche Komponente benötigt wird

3. Ob die Funktion im Standard, durch Konfiguration oder Entwicklung umgesetzt wird

4. Welche Voraussetzungen bestehen

5. Ob ein Drittanbieter oder Partner beteiligt ist

6. Welcher Aufwand entsteht

7. Welche Zusatzkosten anfallen

8. Welche Einschränkungen gelten

9. Welche Referenzen oder Dokumentationen vorhanden sind

10. Wann die Funktion produktiv verfügbar ist

Eine Anforderung gilt nicht als belastbar erfüllt, weil ein Anbieter sie bestätigt.

Sie gilt als belastbar, wenn Art, Aufwand, Abhängigkeiten und Nachweis der Erfüllung transparent sind.

Evidenzhierarchie für Anbieterangaben

Anbieterantworten besitzen unterschiedliche Belastbarkeit.

Eine strukturierte Evidenzhierarchie kann folgende Stufen unterscheiden.

Nachgewiesen

Die Funktion wurde in einer realistischen Demonstration, einem Proof of Concept oder einer produktiven Referenz belegt.

Im Standard verfügbar

Die Funktion ist Bestandteil der aktuellen Produktversion und dokumentiert.

Konfigurierbar

Die Anforderung kann mit vorhandenen Werkzeugen ohne Quellcodeentwicklung umgesetzt werden.

Erweiterung erforderlich

Ein Zusatzmodul, Add-on oder Partnerprodukt wird benötigt.

Individualentwicklung erforderlich

Die Funktion muss projektspezifisch entwickelt werden.

Auf der Roadmap

Die Funktion ist geplant, aber noch nicht produktiv verfügbar.

Teilweise erfüllt

Nur ein Teil der Anforderung wird abgedeckt.

Nicht erfüllt

Die Anforderung kann nicht oder nicht wirtschaftlich umgesetzt werden.

Diese Differenzierung verhindert, dass Marketingaussagen, Zukunftsversprechen und produktiv verfügbare Funktionen gleich bewertet werden.

Anbieter-Shortlist bilden

Die RFI-Antworten werden auf Vollständigkeit, Konsistenz und Nachvollziehbarkeit geprüft. Besondere Aufmerksamkeit gilt Formulierungen wie:

„wird unterstützt“

„ist konfigurierbar“

„über Schnittstelle möglich“

„kann entwickelt werden“

„befindet sich auf der Roadmap“

Diese Aussagen können sehr unterschiedliche Aufwände, Kosten und Risiken bedeuten. Auf Basis der Bewertung entsteht eine qualifizierte Shortlist. Die Shortlist sollte nur so viele Anbieter enthalten, wie in der anschließenden Entscheidungsphase sorgfältig geprüft werden können. Eine gute Shortlist bildet einen ausreichenden Wettbewerb ab, ohne das Projektteam mit ungeeigneten Alternativen zu belasten.

Request for Proposal und Ausschreibung

Die Shortlist-Anbieter erhalten einen strukturierten Request for Proposal, kurz RFP. Der RFP fordert nicht nur einen Preis an. Er beschreibt die erwartete fachliche, technische, organisatorische und wirtschaftliche Gesamtleistung.

Dazu gehören:

1. Fachlicher Lösungsansatz

2. Erfüllung der Anforderungen

3. Systemarchitektur

4. Integrationskonzept

5. Migrationsansatz

6. Einführungsmethodik

7. Projektorganisation

8. Rollen und Verantwortlichkeiten

9. Projektplan und Meilensteine

10. Schulungskonzept

11. Support und Service Level

12. Lizenz- und Betriebsmodell

13. Preis- und Kostenstruktur

14. Annahmen und Mitwirkungspflichten

15. Abweichungen und Risiken

16. Referenzen

17. Optionen und spätere Ausbaustufen

Ein hochwertiger RFP erhöht die Vergleichbarkeit der Angebote und reduziert spätere Interpretationsspielräume.

RFI und RFP unterscheiden

Request for Information und Request for Proposal erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Request for Information

Der RFI dient der grundsätzlichen Anbieterqualifizierung.

Er beantwortet: Ist diese Lösung grundsätzlich geeignet?

Request for Proposal

Der RFP fordert ein konkretes Projekt- und Leistungsangebot an.

Er beantwortet: Wie würde der Anbieter das definierte CAQ-Projekt umsetzen und kalkulieren?

Eine direkte Ausschreibung an eine sehr große Zahl von Anbietern ist häufig ineffizient. Ein vorgeschalteter RFI reduziert den Aufwand für Auftraggeber und Anbieter und verbessert die Qualität der späteren Angebote.

CAQ-Prozesse fachlich bewerten

Der funktionale Vergleich darf nicht auf Modulnamen und Feature-Listen reduziert werden. Entscheidend ist, wie eine Lösung reale End-to-End-Prozesse unterstützt. Abhängig vom Projektumfang können unter anderem betrachtet werden:

1. APQP und Qualitätsvorausplanung

2. Anforderungsmanagement

3. FMEA und Risikomanagement

4. Prozessfluss und Produktionslenkungsplan

5. Prüfplanung

6. Prüfmittelmanagement

7. Wareneingangsprüfung

8. Fertigungsprüfung und SPC

9. Warenausgangsprüfung

10. Erstmusterprüfung und PPAP

11. Reklamationsmanagement und 8D

12. Auditmanagement

13. Lieferantenmanagement

14. Aufgaben- und Maßnahmenmanagement

15. Dokumentenmanagement

16. Qualifikations- und Schulungsmanagement

17. Qualitätskennzahlen und Reporting

Zu prüfen ist nicht nur, ob eine Funktion vorhanden ist. Relevant sind auch:

Prozessdurchgängigkeit

Workflow- und Freigabelogik

Rollen und Berechtigungen

Ausnahmebehandlung

Verbindung unterschiedlicher Qualitätsobjekte

Änderungsnachverfolgung

Eskalationen

Wirksamkeitsprüfung

Audit Trail

Reporting

Benutzerfreundlichkeit

Ein Anbieter kann eine Funktion formal bereitstellen und den benötigten End-to-End-Prozess dennoch nur unzureichend unterstützen.

Standard, Konfiguration und Individualentwicklung

Eine zentrale Aufgabe der Marktrecherche ist die Unterscheidung zwischen Standardfunktion und kundenspezifischer Umsetzung.

Standardfunktion

Die Anforderung ist Bestandteil des regulären Produktes und ohne besondere Anpassung verfügbar.

Konfiguration

Die Funktion kann über vorhandene Einstellungen, Workflows, Masken oder Regeln eingerichtet werden.

Erweiterung

Eine zusätzliche Standardkomponente oder ein Add-on ist erforderlich.

Partnerlösung

Die Anforderung wird über ein Produkt eines Drittanbieters erfüllt.

Individualentwicklung

Die Funktion muss projektspezifisch entwickelt oder technisch verändert werden. Individualentwicklungen sind nicht grundsätzlich zu vermeiden. Sie sollten jedoch nur eingesetzt werden, wenn ein nachgewiesener Geschäftsbedarf besteht und die langfristigen Folgen verstanden sind.

Zu bewerten sind:

Entwicklungskosten

Testaufwand

Updatefähigkeit

Wartung

Dokumentation

Support

Anbieterabhängigkeit

Erweiterbarkeit

Ein hoher Funktions-Fit kann wirtschaftlich unattraktiv werden, wenn er nur durch umfangreiche Sonderentwicklung erreicht wird.

Technologie- und Architektur-Fit

Die fachlich umfangreichste Lösung ist nicht automatisch die technologisch geeignetste Lösung. Relevante Kriterien sind:

1. Cloud-, On-Premises- oder Hybridfähigkeit

2. Mehrstandort- und Mandantenfähigkeit

3. Skalierbarkeit

4. Datenmodell

5. APIs und Integrationsmöglichkeiten

6. Identitätsmanagement

7. Rollen- und Berechtigungskonzept

8. Audit Trail

9. Performance

10. Verfügbarkeit

11. Backup und Wiederherstellung

12. Datenexport

13. Release- und Updatefähigkeit

14. Mobile Nutzung

15. Erweiterbarkeit

Die Technologie muss zur IT-Strategie, zum Schutzbedarf, zur bestehenden Infrastruktur und zur internen Betriebsfähigkeit passen.

## Integration mit ERP, MES, PLM und DMS

CAQ-Software ist Bestandteil einer übergeordneten Systemlandschaft.

Typische Integrationen bestehen zu:

ERP und MES

Business Intelligence

Maschinen und Sensoren

digitalen Prüfmitteln

Koordinatenmessmaschinen

Lieferanten- und Kundenportalen

Ein Anbieter sollte nicht nur bestätigen, dass eine Schnittstelle grundsätzlich möglich ist.

Er sollte erläutern:

1. Welche Standardschnittstellen bestehen

2. Welche Datenobjekte unterstützt werden

3. Welche Referenzintegrationen vorliegen

4. Welche Komponenten zusätzlich erforderlich sind

5. Wer die Schnittstelle implementiert

6. Wer den späteren Betrieb verantwortet

7. Wie Fehler behandelt werden

8. Welche Lizenz- und Betriebskosten entstehen

9. Wie Updates und Änderungen abgesichert werden

Eine Schnittstelle ist kein einmaliges technisches Projekt.

Sie ist Bestandteil des späteren Betriebsmodells.

Datenmigration bewerten

Die Anbieter müssen darlegen, wie bestehende Daten übernommen werden können.

Relevante Fragen sind:

1. Welche Importwerkzeuge stehen zur Verfügung?

2. Welche Datenobjekte können migriert werden?

3. Welche Historien sind übertragbar?

4. Welche Mapping- und Transformationsregeln werden unterstützt?

5. Wer verantwortet Bereinigung und Zuordnung?

6. Wie werden Testmigrationen durchgeführt?

7. Welche Prüfprotokolle entstehen?

8. Wie erfolgt die fachliche Validierung?

9. Welche Daten verbleiben im Altsystem?

10. Welche Kosten und Risiken entstehen?

Ein allgemeiner Verweis auf Excel-Importe reicht bei komplexen CAQ-Datenbeständen nicht aus.

Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz

Benutzerfreundlichkeit ist mehr als eine moderne Oberfläche. Zu bewerten sind:

Aufgabengerechte Bedienung

Anzahl notwendiger Arbeitsschritte

Rollenspezifische Ansichten

Such- und Filtermöglichkeiten

Mobile Nutzung

Verständlichkeit von Masken

Mehrsprachigkeit

Hilfefunktionen

Performance im Arbeitsalltag

Unterstützung gelegentlicher Nutzer

Eine funktionsreiche Software kann scheitern, wenn Mitarbeitende sie umgehen und weiterhin Excel, E-Mail oder Papier nutzen.

Benutzerfreundlichkeit ist deshalb ein wirtschaftlicher und organisatorischer Auswahlfaktor.

Mehrstandort- und Internationalisierungsfähigkeit

Für internationale Unternehmen und Unternehmensgruppen sind zusätzliche Kriterien relevant. Dazu gehören:

1. Globale und lokale Prozessvarianten

2. Zentrale und lokale Stammdaten

3. Mehrsprachigkeit

4. Zeitzonen

5. Mandantenfähigkeit

6. Standortübergreifende Rollen

7. Globale und lokale Freigaben

8. Zentrale Kennzahlen und Auswertungen

9. Regionale Anforderungen

10. Standortweiser Rollout

Der Anbieter sollte erklären, wie globale Harmonisierung und notwendige lokale Flexibilität unterstützt werden.

Informationssicherheit und Datenschutz

CAQ-Systeme verarbeiten häufig vertrauliche Kunden-, Lieferanten-, Produkt- und Prozessdaten.

Zu prüfen sind unter anderem:

1. Rollen und Berechtigungen

2. Authentifizierung

3. Funktionstrennung

4. Protokollierung

5. Audit Trail

6. Verschlüsselung

7. Datenstandort

8. Backup und Wiederherstellung

9. Notfallkonzept

10. Externe Zugänge

11. Standort- und Mandantentrennung

12. Datenaufbewahrung und Löschung

Anbieterantworten sollten durch IT, Informationssicherheit und bei Bedarf Datenschutz fachlich bewertet werden.

Produkthersteller und Implementierungspartner getrennt bewerten

Softwarehersteller und Implementierungspartner sind nicht immer identisch.

Produkthersteller

Der Hersteller verantwortet Produktstrategie, Entwicklung, Releasepolitik und technischen Produktsupport.

Implementierungspartner

Der Implementierungspartner übernimmt Beratung, Konfiguration, Migration, Integration und Projektumsetzung.

Spezialpartner

Weitere Partner können für Schnittstellen, Messsysteme, Infrastruktur oder Branchenmodule verantwortlich sein.

Zu klären ist:

Wer übernimmt welche Leistung?

Wer trägt die Gesamtverantwortung?

Wer ist Vertragspartner?

Wie werden Eskalationen gesteuert?

Welche Abhängigkeiten zwischen den Beteiligten bestehen?

Wie werden Gewährleistung und Support abgegrenzt?

Eine leistungsfähige Software kann durch eine ungeeignete Implementierungsorganisation erheblich an Projektrisiko gewinnen.

Projektteam und Einführungskompetenz

Im Vertrieb treten häufig erfahrene Presales-Berater und Produktmanager auf. Das spätere Projekt kann jedoch durch andere Personen umgesetzt werden. Deshalb sollte frühzeitig geklärt werden:

1. Welche Rollen im Projekt vorgesehen sind

2. Welche Personen voraussichtlich eingesetzt werden

3. Welche Seniorität und Projekterfahrung bestehen

4. Welche Branchen- und Prozesskenntnisse vorhanden sind

5. Welche Ressourcen verfügbar sind

6. Welche Leistungen ausgelagert werden

7. Welche Sprach- und Standortkompetenz besteht

8. Wie Vertretung und Eskalation organisiert sind

Die Qualität einer Softwarepräsentation ist kein ausreichender Nachweis für die Qualität des späteren Projektteams.

Anbieterfähigkeit und langfristige Stabilität

Neben Produkt und Projektteam ist auch die langfristige Anbieterfähigkeit zu betrachten. Relevante Kriterien sind:

Wirtschaftliche Stabilität

Kunden- und Projektstruktur

Verfügbare Ressourcen

Supportorganisation

Partnernetzwerk

Internationale Lieferfähigkeit

Investitionen in Produktentwicklung

Releasequalität

Eskalationsfähigkeit

Langfristige Unternehmensstrategie

Kleinere Spezialanbieter können einen hervorragenden fachlichen Fit besitzen, während Ressourcen und Skalierung genauer zu prüfen sind. Große Anbieter können eine hohe Stabilität bieten, aber weniger Flexibilität oder persönliche Betreuung. Die Bewertung muss projektspezifisch und ausgewogen erfolgen.

Produktstrategie und Zukunftsfähigkeit

Eine CAQ-Systementscheidung wirkt über viele Jahre. Die Marktrecherche sollte deshalb nicht nur den heutigen Funktionsumfang betrachten. Relevante Fragen sind:

Wie entwickelt der Anbieter sein Produkt weiter?

Welche Release-Strategie besteht?

Wie werden Kundenanforderungen priorisiert?

Wie werden Erweiterungen gepflegt?

Welche Investitionen erfolgen in Cloud, Integration, Analytics und KI?

Wie werden ältere Technologien abgelöst?

Welche Abhängigkeiten bestehen zu Partnern und Plattformen?

Wie ist der vollständige Datenexport geregelt?

Roadmap-Inhalte besitzen nicht dieselbe Planungssicherheit wie produktiv verfügbare Standardfunktionen.

Sie sollten nur dann als belastbare Projektgrundlage bewertet werden, wenn Umfang, Termin und Abnahmekriterien ausreichend konkretisiert werden.

Künstliche Intelligenz im Anbietervergleich

Viele Softwareanbieter integrieren KI in ihre Produktstrategie.

Die Marktrecherche sollte konkrete Leistungsfähigkeit von allgemeinen Marketingaussagen unterscheiden.

Vier Reifegrade sind hilfreich.

Marketingaussage

KI wird allgemein genannt, ohne einen belastbaren Anwendungsfall zu zeigen.

Prototyp oder Roadmap

Eine Funktion ist angekündigt oder nur eingeschränkt verfügbar.

Produktive Funktion

Die Funktion ist in einer aktuellen Produktversion nutzbar.

Nachgewiesener Geschäftsnutzen

Es bestehen produktive Anwendungen und belastbare Referenzen. Entscheidend ist nicht, ob ein Produkt allgemein mit KI wirbt. Entscheidend ist, ob ein belastbarer Nutzen für die definierten Qualitätsprozesse entsteht.

Angebote strukturiert vergleichbar machen

Anbieterangebote unterscheiden sich häufig erheblich in Aufbau, Annahmen und Leistungsumfang. Ein direkter Vergleich der Endpreise kann deshalb zu Fehlentscheidungen führen. Zu analysieren sind:

1. Enthaltene Module

2. Nutzer- und Lizenztypen

3. Test-, Entwicklungs- und Produktivsysteme

4. Implementierungsleistungen

5. Konfigurationen

6. Individualentwicklungen

7. Schnittstellen

8. Datenmigration

9. Projektmanagement

10. Schulungen

11. Reisekosten

12. Support und Wartung

13. Cloud- und Infrastrukturkosten

14. Optionale Leistungen

15. Annahmen und Mitwirkungspflichten

16. Preisgültigkeit und Preissteigerung

17. Vertragslaufzeiten

18. Kosten weiterer Standorte

19. API-, Speicher- oder Transaktionskosten

20. Exit- und Datenexportkosten

Erst nach einer strukturierten Normalisierung entsteht echte Kostentransparenz.

Total Cost of Ownership

Die wirtschaftliche Bewertung darf nicht auf Lizenz- und Einführungskosten begrenzt werden. Eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung kann umfassen:

1. Lizenzen oder Abonnements

2. Implementierung

3. Konfiguration

4. Individualentwicklung

5. Schnittstellen

6. Datenmigration

7. Schulungen

8. Interne Projektressourcen

9. Infrastruktur

10. Support und Wartung

11. Updates und Upgrades

12. Erweiterungen

13. Rollout weiterer Standorte

14. Partner- und Drittprodukte

15. Weiterbetrieb von Altsystemen

16. Exit- und Wechselkosten

Die günstigste Lösung im ersten Projektjahr kann über den gesamten Lebenszyklus deutlich höhere Kosten verursachen.

Cost of Complexity

Neben direkten Kosten ist die organisatorische und technische Komplexität zu bewerten. Komplexitätskosten entstehen beispielsweise durch:

Mehrere Implementierungspartner

Viele Zusatzmodule

Umfangreiche Individualentwicklungen

Unterschiedliche Benutzeroberflächen

Komplexe Berechtigungen

Manuelle Übergaben

Schwierige Releasekoordination

Geringe interne Administrierbarkeit

Hohe Abhängigkeit von Spezialisten

Die wirtschaftlich beste Lösung ist nicht zwingend die mit den niedrigsten Lizenzkosten.

Häufig ist es die Lösung mit dem besten Verhältnis aus Prozess-Fit, Standardisierung und beherrschbarer Komplexität.

Lock-in- und Exit-Risiken

Eine CAQ-Entscheidung schafft langfristige technologische und wirtschaftliche Abhängigkeiten. Zu prüfen ist:

Können Daten vollständig exportiert werden?

In welchen Formaten erfolgt der Export?

Sind Datenmodell und Dokumentation zugänglich?

Was geschieht bei Vertragsende?

Wie werden kundenspezifische Erweiterungen behandelt?

Können Drittanbieter Support übernehmen?

Welche Kosten entstehen bei einem Wechsel?

Bleiben Historien und Audit Trails verfügbar?

Welche Fristen und Unterstützungsleistungen gelten?

Exit-Fähigkeit ist Bestandteil einer nachhaltigen Software- und Beschaffungsstrategie.

Anbieter- und Projektrisiken

Neben Funktion und Kosten werden Risiken systematisch betrachtet.

Mögliche Risikofelder sind:

1. Hoher Individualentwicklungsanteil

2. Unklare Schnittstellenverantwortung

3. Nicht belastbare Migrationsplanung

4. Begrenzte Anbieterressourcen

5. Abhängigkeit von einzelnen Beratern

6. Fehlende Branchenerfahrung

7. Unklare Produktstrategie

8. Hohe technologische Abhängigkeit

9. Nicht ausreichend erprobte Module

10. Komplexes Lizenzmodell

11. Unzureichende Mehrstandortfähigkeit

12. Nicht erfüllte Sicherheitsanforderungen

13. Unrealistischer Projektplan

14. Unklare Annahmen im Angebot

15. Abhängigkeit von mehreren Partnern

Risiken können nach Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung und möglicher Behandlung bewertet werden.

Referenzprojekte qualifiziert prüfen

Eine Referenzliste allein besitzt nur begrenzte Aussagekraft. Relevant sind vergleichbare Projekte hinsichtlich:

Branche

Unternehmensgröße

Anzahl Standorte

Qualitätsprozesse

Systemlandschaft

Integrationen

Datenmigration

Betriebsmodell

Rolloutumfang

Ein strukturierter Referenzleitfaden kann folgende Fragen enthalten:

1. Wie realistisch waren Angebot und Projektplan?

2. Wie entwickelte sich der tatsächliche Aufwand?

3. Wie leistungsfähig war das Projektteam?

4. Welche Individualentwicklungen waren erforderlich?

5. Wie verliefen Migration und Integration?

6. Wie wurden Änderungen behandelt?

7. Wie stabil sind Betrieb und Support?

8. Welche Funktionen werden produktiv genutzt?

9. Welche Zusatzkosten entstanden?

10. Welche Lessons Learned sind relevant?

Referenzgespräche können in Phase 2 vorbereitet und in der Entscheidungsphase mit den Finalisten durchgeführt werden.

Scoring und Entscheidungsmatrix

Ein Scoring-Modell schafft Transparenz, ersetzt jedoch keine fachliche Entscheidung. Mögliche Hauptkategorien sind:

1. Prozess- und Funktions-Fit

2. Technologie und Architektur

3. Integration und Migration

4. Benutzerfreundlichkeit

5. Mehrstandortfähigkeit

6. Informationssicherheit

7. Anbieter und Projektteam

8. Einführungsmethodik

9. Kosten und TCO

10. Risiken und Zukunftsfähigkeit

Quantitative Bewertungen müssen durch qualitative Begründungen ergänzt werden. Ein Anbieter kann eine hohe Gesamtpunktzahl erreichen und dennoch aufgrund einer kritischen funktionalen, technischen oder sicherheitsbezogenen Lücke ungeeignet sein. Eine belastbare Bewertung verbindet deshalb:

1. Ausschlusskriterien

2. Gewichtetes Scoring

3. Qualitative Risikobewertung

4. Managementbeurteilung

Governance der Marktrecherche

Die Marktrecherche sollte durch ein interdisziplinäres Projektteam gesteuert werden.

Beteiligt sein können:

Qualitätsmanagement, Qualitätsplanung und Qualitätssicherung

Produktion und Entwicklung

Einkauf

IT

Informationssicherheit

Controlling

Projektmanagement

Management

Zu klären ist:

Wer bewertet welche Kriterien?

Wer entscheidet über Ausschlüsse?

Wie werden Anbieterfragen beantwortet?

Wie werden Änderungen am Lastenheft behandelt?

Wer genehmigt Longlist und Shortlist?

Wie werden Entscheidungen dokumentiert?

Wer kommuniziert verbindlich mit den Anbietern?

Eine klare Governance erhöht Vergleichbarkeit, Geschwindigkeit und Akzeptanz des Auswahlprozesses.

Beschaffungs- und Vertragsstrategie vorbereiten

Die Marktrecherche sollte auch die spätere Beschaffungsstruktur berücksichtigen. Mögliche Modelle sind:

Lizenz- und Projektvertrag mit einem Anbieter

Getrennte Verträge für Software und Implementierung

Rahmenvertrag mit stufenweiser Beauftragung

Pilot oder Proof of Concept vor Gesamtbeauftragung

Modulweiser Ausbau

Standortweiser Rollout

Die gewählte Struktur beeinflusst Wettbewerb, Verantwortung, Risiko und Steuerbarkeit.

Bereits im RFP sollte deutlich werden, welche Leistungen verbindlich angeboten und welche Optionen separat ausgewiesen werden müssen.

Ergebnisse der CAQ Marktrecherche

Der konkrete Leistungsumfang wird projektspezifisch vereinbart.

Typische Ergebnisse sind:

Markttransparenz

1. Strukturierte Solution Landscape

2. CAQ-Marktübersicht

3. Anbieter-Longlist

4. Vergleichbare Anbieterprofile

Vorauswahl

1. Eignungs- und Ausschlusskriterien

2. RFI-Unterlagen

3. Bewertete RFI-Antworten

4. Evidenz- und Erfüllungsbewertung

5. Qualifizierte Shortlist

Ausschreibung

1. RFP- und Ausschreibungsunterlagen

2. Anforderungserfüllungsmatrix

3. Strukturierte Anbieterfragen

4. Dokumentierte Klarstellungen

5. Vergleichbare Projekt- und Leistungsangebote

Wirtschaftlichkeit und Risiko

1. Normalisierter Angebotsvergleich

2. Erste TCO-Bewertung

3. Cost-of-Complexity-Betrachtung

4. Anbieter- und Projektrisikobewertung

5. Bewertung von Lock-in- und Exit-Risiken

6. Empfehlung für Phase 3

Vorbereitung der Entscheidung

1. Einheitliche Demonstrationsszenarien

2. Kritische Fit-Gap-Fragen

3. Vorschlag für Proof-of-Concept-Inhalte

4. Kriterien für Referenzgespräche

Diese Ergebnisse schaffen eine belastbare Grundlage für die anschließende Feinauswahl.

Praxisbeispiel: CAQ Marktrecherche für einen Unternehmen im Maschinenbau

Ein Industrieunternehmen plant die Ablösung mehrerer lokaler Qualitätssysteme. Die vorangegangene CAQ Bedarfsanalyse hat ein standortübergreifendes Zielbild, harmonisierte Kernprozesse und ein priorisiertes Lastenheft hervorgebracht.

Geschäftskritische Anforderungen betreffen unter anderem:

FMEA

Produktionslenkungsplan

Prüfplanung

Prüfmittelmanagement

SPC

Reklamationen

Lieferantenqualität

ERP- und MES-Integration

Mehrsprachigkeit

Mehrstandortfähigkeit

Im ersten Schritt wird die Solution Landscape strukturiert. Neben integrierten CAQ-Suiten werden ERP-nahe, MES-nahe und cloudbasierte Qualitätslösungen betrachtet. Aus dem Markt-Screening entsteht eine Longlist grundsätzlich geeigneter Anbieter.

Diese erhalten einen strukturierten RFI. Die Auswertung zeigt:

1. Einige Lösungen decken die Qualitätsprozesse gut ab, besitzen aber nur begrenzte Mehrstandortfähigkeit.

2. Andere Anbieter verfügen über eine moderne Cloud-Architektur, unterstützen jedoch fertigungsnahe Prozesse nur über Zusatzmodule.

3. Einzelne Systeme bieten einen hohen Standard-Fit, benötigen aber Partnerlösungen für FMEA oder Prüfmittelmanagement.

4. Mehrere Anbieter bestätigen Schnittstellen, können jedoch keine vergleichbaren Referenzintegrationen nachweisen.

5. Lizenz- und Einführungskosten unterscheiden sich erheblich.

6. Bei einigen Angeboten sind Migration und Schnittstellen nur grob kalkuliert.

Auf Basis der Evidenz- und Risikobewertung wird eine qualifizierte Shortlist gebildet.

Die Shortlist-Anbieter erhalten einen einheitlichen RFP. Angebote werden hinsichtlich Leistungsumfang, Kosten, Annahmen und Risiken normalisiert.

Das Unternehmen kann anschließend mit einer überschaubaren Anzahl geeigneter Anbieter in die Entscheidungsphase eintreten.

Die Marktrecherche verhindert, dass Ressourcen für ungeeignete Lösungen gebunden oder Anbieter ausschließlich anhand von Bekanntheit und Präsentationsqualität ausgewählt werden.

Typische Fehler bei der CAQ Marktrecherche

Zu frühe Festlegung auf bekannte Anbieter

Marktbekanntheit wird mit projektspezifischer Eignung gleichgesetzt.

Marktrecherche ohne belastbares Lastenheft

Anbieter werden anhand unterschiedlicher oder widersprüchlicher Anforderungen bewertet.

Zu große Longlist

Zu viele Anbieter erhöhen den Aufwand, ohne die Qualität der Auswahl zu verbessern.

Unklare Ausschlusskriterien

Anbieter werden inkonsistent oder aufgrund subjektiver Präferenzen ausgeschlossen.

Feature-Listen ohne Prozessbezug

Die Bewertung konzentriert sich auf Funktionshäkchen statt auf End-to-End-Prozesse.

Anbieterangaben werden ungeprüft übernommen

Aussagen wie „konfigurierbar“ oder „über Schnittstelle möglich“ werden nicht hinsichtlich Aufwand, Nachweis und Risiko konkretisiert.

Angebote werden nur über den Endpreis verglichen

Unterschiede bei Lizenzen, Migration, Schnittstellen, Support und Leistungsumfang bleiben unberücksichtigt.

Individualentwicklung wird unterschätzt

Funktionale Lücken werden durch Sonderentwicklung geschlossen, ohne langfristige Kosten und Abhängigkeiten zu bewerten.

Roadmap-Inhalte werden wie Standardfunktionen behandelt

Zukünftige Funktionen werden mit produktiv verfügbaren Leistungen gleichgesetzt.

Einführungskompetenz wird nicht ausreichend geprüft

Der Produkt-Fit ist gut, aber Projektteam, Ressourcen oder Implementierungsmethodik sind nicht belastbar.

Erfolgsfaktoren einer qualifizierten CAQ Marktrecherche

Zentrale Erfolgsfaktoren sind:

1. Freigegebenes digitales Qualitätszielbild

2. Priorisiertes CAQ-Lastenheft

3. Klare Eignungs- und Ausschlusskriterien

4. Herstellerunabhängiges Markt-Screening

5. Strukturierte Solution Landscape

6. Handhabbare Longlist

7. Standardisierter RFI

8. Nachweisorientierte Anbieterbewertung

9. Qualifizierte Shortlist

10. Einheitlicher RFP

11. Klare Trennung von Standard und Individualentwicklung

12. Normalisierte Angebote

13. TCO- und Risikobetrachtung

14. Interdisziplinäres Bewertungsteam

15. Dokumentierte Entscheidungen

Eine gute CAQ Marktrecherche identifiziert nicht den Anbieter mit der längsten Funktionsliste. Sie qualifiziert diejenigen Lösungen, die Qualitätsprozesse, Systemarchitektur, Einführung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen am besten miteinander verbinden.

Übergang zu Phase 3: CAQ Systementscheidung

Nach Abschluss der Marktrecherche ist geklärt:

Welche Anbieter grundsätzlich geeignet sind

welche Anforderungen im Standard erfüllt werden

wo Konfigurationen, Erweiterungen oder Entwicklungen erforderlich sind

welche Lösungsarchitekturen angeboten werden

welche Kostenstrukturen bestehen

welche Integrations- und Migrationsansätze vorgesehen sind

welche Anbieter- und Projektrisiken erkennbar sind

welche Lösungen in der Feinauswahl vertieft werden

Anschließend beginnt Phase 3.

Die Shortlist-Anbieter bearbeiten einheitliche Demonstrationsszenarien. Kritische Anforderungen werden in Fit-Gap-Analysen und gegebenenfalls in einem Proof of Concept überprüft.

TCO, Risiken, Referenzen und Vertragsgrundlagen werden weiter konkretisiert. Die Marktrecherche beantwortet, welche Anbieter in die Feinauswahl gehören. Die Entscheidungsphase beantwortet, welcher Anbieter den besten nachgewiesenen Gesamt-Fit besitzt.

Herstellerunabhängige CAQ Marktrecherche der KONTOR GRUPPE

Wir unterstützen Unternehmen bei der strukturierten Analyse und Qualifizierung des CAQ- und Qualitätsmanagementsoftwaremarktes.

Unsere Leistungen umfassen:

1. Entwicklung des Auswahl- und Bewertungsmodells

2. Strukturierung der Solution Landscape

3. Herstellerunabhängiges Markt-Screening

4. Erstellung der Anbieter-Longlist

5. Definition von Eignungs- und Ausschlusskriterien

6. Entwicklung und Durchführung eines RFI

7. Evidenzbasierte Bewertung der Anbieterantworten

8. Bildung einer qualifizierten Shortlist

9. Erstellung von RFP- und Ausschreibungsunterlagen

10. Strukturierung der Anforderungserfüllungsmatrix

11. Koordination fachlicher Anbieterfragen

12. Normalisierung von Angeboten und Leistungen

13. Erste TCO- und Komplexitätsbewertung

14. Anbieter- und Projektrisikobewertung

15. Prüfung von Lock-in- und Exit-Aspekten

16. Vorbereitung von Referenzgesprächen

17. Entwicklung einheitlicher Demonstrationsszenarien

18. Empfehlung für die anschließende Entscheidungsphase

Wir erstellen keine möglichst lange Herstellerliste.

Wir qualifizieren diejenigen CAQ-Lösungen, die Ihre Prozesse, Systemarchitektur, Einführungsanforderungen und wirtschaftlichen Ziele nachweisbar am besten unterstützen.

Häufige Fragen zur CAQ Marktrecherche

Was ist eine CAQ Marktrecherche?

Eine CAQ Marktrecherche identifiziert und bewertet geeignete Softwarelösungen und Anbieter für digitales Qualitätsmanagement, Qualitätsplanung und Qualitätssicherung.

Wann sollte die Marktrecherche beginnen?

Sie sollte nach Abschluss der CAQ Bedarfsanalyse beginnen, wenn Zielbild, Soll-Prozesse, Systemgrenzen und priorisierte Anforderungen feststehen.

Was ist eine CAQ Solution Landscape?

Die Solution Landscape strukturiert den Markt nach grundlegenden Lösungskategorien wie CAQ-Suiten, Cloud-Plattformen, ERP-, MES- oder PLM-nahen Systemen und spezialisierten Anwendungen.

Was ist eine Anbieter-Longlist?

Die Longlist enthält Lösungen, die aufgrund einer ersten Marktanalyse grundsätzlich für das Projekt infrage kommen.

Was ist eine Anbieter-Shortlist?

Die Shortlist enthält die nach einer strukturierten Vorauswahl am besten geeigneten Anbieter für Ausschreibung und Feinauswahl.

Was ist ein RFI?

Ein Request for Information ist ein standardisierter Fragenkatalog zur grundsätzlichen Qualifizierung potenzieller Anbieter.

Was ist ein RFP?

Ein Request for Proposal fordert ein konkretes fachliches, technisches, organisatorisches und wirtschaftliches Angebot für das geplante Projekt an.

Wie werden CAQ-Anbieter verglichen?

Anbieter werden anhand einheitlicher Kriterien wie Prozess-Fit, Funktionen, Technologie, Integration, Migration, Einführungsmethodik, Anbieterkompetenz, Kosten und Risiken bewertet.

Was bedeutet Standard-Fit?

Standard-Fit beschreibt, in welchem Umfang Anforderungen durch vorhandene Produktfunktionen ohne Individualentwicklung erfüllt werden.

Warum reicht eine allgemeine Softwaredemonstration nicht aus?

Allgemeine Demonstrationen zeigen häufig gezielt die Stärken des Produkts. Eine belastbare Bewertung benötigt einheitliche End-to-End-Szenarien aus den realen Unternehmensprozessen.

Was bedeutet Total Cost of Ownership?

Total Cost of Ownership umfasst Lizenz-, Projekt-, Integrations-, Migrations-, Betriebs-, Support-, Erweiterungs- und weitere Lebenszykluskosten.

Werden auch kleinere und spezialisierte Anbieter berücksichtigt?

Ja. Entscheidend ist die projektspezifische Eignung und nicht allein Marktbekanntheit oder Unternehmensgröße.

Wie werden KI-Funktionen bewertet?

Unterschieden wird zwischen Marketingaussagen, Roadmap-Inhalten, produktiv verfügbaren Funktionen und nachgewiesenem Geschäftsnutzen.

Werden Anbieterreferenzen geprüft?

Je nach Projekt können vergleichbare Referenzen analysiert und strukturierte Referenzgespräche vorbereitet werden.

Was folgt nach der Marktrecherche?

Anschließend beginnt die Entscheidungsphase mit Softwaredemonstrationen, Fit-Gap-Analyse, Proof of Concept, TCO-Vertiefung und Managemententscheidung.

CAQ Marktrecherche und Anbieter-Shortlist anfragen

Sie verfügen bereits über ein CAQ-Lastenheft und möchten den relevanten Softwaremarkt strukturiert untersuchen?

Oder möchten Sie zunächst prüfen, ob Ihre Anforderungen für eine belastbare Anbieteransprache ausreichend vollständig und vergleichbar sind?

Wir unterstützen Sie dabei, geeignete CAQ-Anbieter zu identifizieren, objektiv zu vergleichen und für die Entscheidungsphase zu qualifizieren.

Abhängig vom vereinbarten Umfang erhalten Sie:

1. Eine strukturierte Solution Landscape

2. Ein transparentes Auswahl- und Bewertungsmodell

3. Eine qualifizierte Anbieter-Longlist

4. Einen standardisierten Request for Information

5. Eine evidenzbasierte Anbietervorauswahl

6. Eine qualifizierte Shortlist

7. RFP- und Ausschreibungsunterlagen

8. Eine Anforderungserfüllungsmatrix

9. Einen normalisierten Angebots- und Kostenvergleich

10. Eine erste TCO-, Komplexitäts- und Risikobewertung

11. Vorbereitete Szenarien für die Entscheidungsphase

12. Eine nachvollziehbare Empfehlung für das weitere Vorgehen

Reduzieren Sie einen komplexen Softwaremarkt auf die Lösungen, die zu Ihren Prozessen, Daten, Systemen und wirtschaftlichen Zielen passen.

CAQ Marktrecherche anfragen

KONTOR GRUPPE – Herstellerunabhängige CAQ Marktrecherche, Anbieter-Shortlist, Ausschreibung und Softwarevergleich