Prozessmanagement

Prozessmanagement Software für digitale Prozesslandkarten

Geschäftsprozesse analysieren, visualisieren und wirksam steuern. Wertschöpfung entsteht nicht innerhalb einzelner Organigrammkästchen, sondern in bereichsübergreifenden End-to-End-Prozessen.

Kundenanforderungen werden aufgenommen, Produkte entwickelt, Dienstleistungen geplant, Aufträge abgewickelt, Lieferanten gesteuert und Ergebnisse geprüft. An diesen Abläufen sind unterschiedliche Rollen, Abteilungen, Systeme, Informationen und Entscheidungen beteiligt.

In vielen Unternehmen sind diese Zusammenhänge jedoch nur eingeschränkt transparent. Prozessbeschreibungen liegen in Word-Dateien, Ablaufdiagramme in Präsentationen und Verantwortlichkeiten in separaten Tabellen. Änderungen werden nicht konsequent nachgeführt. Mitarbeitende kennen ihre eigenen Aufgaben, aber nicht immer die vor- und nachgelagerten Abhängigkeiten.

Eine moderne Prozessmanagement Software schafft eine gemeinsame digitale Grundlage.

Sie unterstützt Unternehmen bei der Erstellung von Prozesslandkarten, der Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen, der Entwicklung einheitlicher Prozessbeschreibungen sowie der Verknüpfung von Verantwortlichkeiten, Dokumenten, Risiken, Kontrollen und Kennzahlen.

Der strategische Nutzen entsteht nicht durch möglichst viele Prozessdiagramme. Er entsteht, wenn aus der Prozessarchitektur ein aktives Steuerungssystem für Wertschöpfung, Verantwortung und Verbesserung wird.

Eine Prozesslandkarte dokumentiert nicht nur die Organisation. Sie übersetzt Strategie, Kundennutzen und Verantwortung in ein steuerbares Unternehmensmodell.

Was ist eine Prozessmanagement Software?

Eine Prozessmanagement Software unterstützt Unternehmen dabei, Geschäftsprozesse strukturiert zu erfassen, zu modellieren, zu dokumentieren, freizugeben und weiterzuentwickeln. Je nach Funktionsumfang kann sie folgende Aufgaben unterstützen:

1. Erstellung von Prozesslandkarten

2. Modellierung von Geschäftsprozessen

3. Erstellung von Prozessbeschreibungen

4. Abbildung der Turtle-Methode

5. Definition von Process Ownern und Rollen

6. Verknüpfung mit Dokumenten und Arbeitsanweisungen

7. Zuordnung von Risiken und Kontrollen

8. Verwaltung von Prozesskennzahlen

9. Freigabe- und Änderungsmanagement

10. Prozessreviews und Maßnahmenmanagement

11. Veröffentlichung über ein digitales Prozessportal

12. Integration mit DMS, ERP, CAQ, CRM und weiteren Systemen

Prozessmanagement Software kann als eigenständige Modellierungsplattform, als Bestandteil einer QM Software, als Prozessportal oder als umfassende BPM-Suite eingesetzt werden. Entscheidend ist nicht die grafische Funktionalität allein.

Entscheidend ist, ob die Software zur Prozessarchitektur, zur Governance, zum Managementsystem und zur tatsächlichen Arbeitsweise des Unternehmens passt.

Prozesslandkarte als Unternehmensarchitektur

Mehr als eine grafische Übersicht: Eine Prozesslandkarte visualisiert die wesentlichen Prozesse eines Unternehmens und ihre grundlegenden Beziehungen. Sie beantwortet zentrale Managementfragen:

1. Wie erzeugt das Unternehmen Kundennutzen?

2. Welche End-to-End-Prozesse sind dafür erforderlich?

3. Welche Führungs- und Unterstützungsprozesse werden benötigt?

4. Wo beginnt und endet Prozessverantwortung?

5. Welche wesentlichen Schnittstellen bestehen?

6. Wie werden Strategie und operative Abläufe miteinander verbunden?

Eine gute Prozesslandkarte ist übersichtlich, verständlich und auf die tatsächliche Wertschöpfungslogik ausgerichtet.

Sie sollte kein dekoratives Schaubild sein, sondern das verbindliche Navigationssystem des Prozessmanagements.

Führungsprozesse

Führungsprozesse geben Ziele, Richtung und Rahmenbedingungen vor. Dazu gehören beispielsweise:

1. Strategie und Unternehmensplanung

2. Managementsystem und Governance

3. Controlling und Management Review

4. Risiko- und Compliance-Management

5. Führung und Organisationsentwicklung

Kernprozesse

Kernprozesse erzeugen den unmittelbaren Wert für Kunden. In Industrieunternehmen können dies Produktentwicklung, Vertrieb, Auftragsabwicklung, Beschaffung, Produktion, Qualitätssicherung und Logistik sein.

In Dienstleistungsunternehmen gehören beispielsweise Beratung, Projektabwicklung, Kundenservice, Prüfung, Fallbearbeitung oder Leistungsabrechnung dazu.

Unterstützungsprozesse

Unterstützungsprozesse schaffen die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die Leistungserbringung. Typische Beispiele sind:

1. Personalmanagement

2. IT und Informationssicherheit

3. Einkauf

4. Instandhaltung

5. Dokumentenmanagement

6. Finanzwesen

7. Qualifikation und Wissensmanagement

Prozessinventar als methodische Grundlage

Bevor eine Prozesslandkarte gestaltet wird, benötigt das Unternehmen ein konsistentes Prozessinventar. Dieses kann enthalten:

1. Prozessname und Prozess-ID

2. Prozessart

3. Prozesszweck

4. Prozessverantwortlicher

5. Kunde oder Ergebniseigner

6. wesentliche Eingaben und Ergebnisse

7. beteiligte Organisationseinheiten

8. relevante Systeme

9. zugeordnete Dokumente

10. Risiken und Kontrollen

11. Kennzahlen

12. Reifegrad

13. Freigabe- und Reviewstatus

Das Prozessinventar verhindert Dubletten, uneinheitliche Benennungen und unklare Verantwortlichkeiten. Ohne ein strukturiertes Inventar entsteht häufig eine grafisch ansprechende, aber methodisch inkonsistente Prozesslandkarte.

Prozessarchitektur mit klaren Ebenen

Eine belastbare Prozessarchitektur benötigt unterschiedliche Detaillierungsstufen.

Ebene 1: Unternehmensprozesslandkarte - Sie zeigt Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse.

Ebene 2: Prozessgruppen und Hauptprozesse - Zusammengehörige Wertschöpfungs- und Unterstützungsbereiche werden gegliedert.

Ebene 3: Teilprozesse - Abläufe, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen werden konkretisiert.

Ebene 4: Aktivitäten und Entscheidungen - Einzelne Tätigkeiten, Rollen, Systeme und Übergaben werden modelliert.

Ebene 5: Arbeits- und Prüfanweisungen - Konkrete Vorgaben beschreiben die operative Durchführung.

Diese Ebenen müssen miteinander verbunden bleiben. Eine Arbeitsanweisung muss einem Prozess zugeordnet sein. Ein Teilprozess muss auf einen Hauptprozess zurückgeführt werden können. Risiken, Kennzahlen und Dokumente müssen im jeweiligen Prozesskontext verfügbar sein.

End-to-End-Prozesse und Schnittstellen

Die größten Prozessprobleme entstehen häufig nicht innerhalb einer Abteilung, sondern an Übergaben zwischen Funktionen, Systemen und Verantwortlichkeiten. Typische End-to-End-Prozesse sind:

1. Lead to Order

2. Order to Cash

3. Idea to Product

4. Procure to Pay

5. Plan to Produce

6. Issue to Resolution

7. Hire to Retire

8. Request to Service

Eine Prozessmanagement Software sollte diese horizontalen Abläufe sichtbar machen. Sie muss nicht nur zeigen, welche Abteilung einen Prozessschritt bearbeitet, sondern auch, wie Informationen, Verantwortung und Ergebnisse über organisatorische Grenzen hinweg weitergegeben werden.

Process Owner für End-to-End-Verantwortung

Ein Process Owner trägt Verantwortung für das Gesamtergebnis eines Prozesses. Typische Aufgaben sind:

1. Ziele und Ergebnisse definieren

2. Rollen und Schnittstellen abstimmen

3. Kennzahlen überwachen

4. Risiken und Kontrollen bewerten

5. Prozessänderungen freigeben

6. Verbesserungsmaßnahmen initiieren

7. Prozessreviews durchführen

8. Aktualität der Prozessdokumentation sicherstellen

Der Process Owner ist nicht zwingend disziplinarischer Vorgesetzter aller Beteiligten. Seine Verantwortung bezieht sich auf die Wirksamkeit des gesamten End-to-End-Prozesses.

Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen

Vor der Modellierung sollte der tatsächliche Prozess verstanden werden. Die Analyse beginnt deshalb nicht mit Symbolen, sondern mit strukturierten Fragen:

1. Was löst den Prozess aus?

2. Welches Ergebnis soll entstehen?

3. Wer ist Kunde oder Empfänger?

4. Welche Schritte werden durchgeführt?

5. Welche Rollen und Bereiche sind beteiligt?

6. Welche Informationen werden benötigt?

7. Welche Systeme werden genutzt?

8. Wo entstehen Übergaben, Wartezeiten oder Schleifen?

9. Welche Entscheidungen und Freigaben bestehen?

10. Welche Risiken und Kontrollen sind relevant?

11. Wie wird die Prozessleistung gemessen?

Workshops, Interviews, Dokumentenanalysen, Prozessbeobachtungen und Systemauswertungen helfen dabei, den realen Ist-Prozess sichtbar zu machen. Anschließend wird ein Soll-Prozess entwickelt. Wer bestehende Abläufe ohne kritische Analyse digitalisiert, überträgt Medienbrüche und unnötige Komplexität lediglich in eine neue Software.

Prozesslandkarte, Wertstrom und Customer Journey

Unterschiedliche Methoden erfüllen unterschiedliche Zwecke.

Prozesslandkarte: Sie zeigt die übergeordnete Prozessarchitektur des Unternehmens.

Prozessmodell: Es beschreibt Ablauf, Entscheidungen, Rollen und Schnittstellen eines konkreten Prozesses.

Wertstrom: Er analysiert Material- und Informationsflüsse sowie wertschöpfende und nicht wertschöpfende Zeiten.

Customer Journey: Sie betrachtet den Prozess aus Sicht des Kunden und seiner Kontaktpunkte.

Arbeitsanweisung: Sie beschreibt die konkrete Durchführung einer Tätigkeit.

Diese Darstellungen konkurrieren nicht miteinander. Sie ergänzen sich und sollten abhängig von Ziel, Zielgruppe und Detaillierungsbedarf eingesetzt werden.

Erstellung von Prozessbeschreibungen

Eine Prozessbeschreibung ergänzt die grafische Darstellung um relevante Steuerungsinformationen. Sie kann enthalten:

1. Prozessname und Zweck

2. Geltungsbereich

3. Process Owner

4. Auslöser und Eingaben

5. Ergebnisse und Empfänger

6. Prozessschritte

7. Rollen und Verantwortlichkeiten

8. Schnittstellen

9. Ressourcen und Systeme

10. Dokumente

11. Risiken und Kontrollen

12. Kennzahlen und Ziele

13. Freigabestatus

14. Versions- und Änderungshistorie

Prozessbeschreibungen sollten so detailliert wie notwendig und so kompakt wie möglich sein. Zu umfangreiche Texte werden im Alltag kaum genutzt. Zu allgemeine Beschreibungen schaffen keine Orientierung.

Turtle-Methode im Prozessmanagement

Die Turtle-Methode ist ein strukturiertes Modell zur Beschreibung und Analyse von Prozessen. Im Mittelpunkt steht der Prozess. Um ihn herum werden zentrale Fragestellungen betrachtet.

Was geht in den Prozess ein?

Anforderungen, Informationen, Materialien oder Auslöser.

Was kommt aus dem Prozess heraus?

Produkte, Dienstleistungen, Entscheidungen oder Nachweise.

Wer führt den Prozess aus?

Rollen, Verantwortlichkeiten und notwendige Kompetenzen.

Womit wird der Prozess durchgeführt?

Systeme, Maschinen, Werkzeuge und Infrastruktur.

Wie wird der Prozess durchgeführt?

Methoden, Verfahren, Dokumente und Arbeitsanweisungen.

Wie wird die Wirksamkeit gemessen?

Prozessziele, Kennzahlen und Bewertungskriterien. Die Turtle-Methode verbindet Ablauf, Verantwortung, Ressourcen, Methoden und Wirksamkeit zu einem vollständigen Prozessbild.

Turtle, SIPOC und Ablaufmodell verbinden

Die Methoden beantworten unterschiedliche Fragen. SIPOC grenzt den Prozess über Supplier, Input, Process, Output und Customer ab. Die Turtle-Methode beschreibt die Steuerungslogik mit Rollen, Ressourcen, Methoden und Kennzahlen. Das Ablaufmodell visualisiert die operative Durchführung mit Tätigkeiten, Entscheidungen und Übergaben. Ein integrierter Ansatz liefert ein vollständigeres Prozessverständnis als eine einzelne Darstellung.

Modellierungsnotationen und Standards. Nicht jeder Prozess benötigt ein komplexes Modell. Geeignete Darstellungsformen sind:

1. einfache Flussdiagramme für verständliche Abläufe

2. Swimlane-Diagramme für Rollen und Übergaben

3. BPMN für detaillierte und gegebenenfalls automatisierbare Prozesse

4. Turtle-Diagramme für Managementsysteme und Audits

5. Wertstromdarstellungen für Durchlaufzeit und Verschwendung

Die Notation muss dem Zweck, der Zielgruppe und dem erforderlichen Detaillierungsgrad folgen.

Zusätzlich benötigt das Unternehmen Modellierungsstandards für:

1. Prozessbenennung

2. Hierarchie und Detaillierung

3. Symbole und Notationen

4. Rollenbezeichnungen

5. Start- und Endpunkte

6. Varianten

7. Schnittstellen

8. Dokumentenverknüpfung

9. Freigaben und Versionierung

Ein Prozessmodellierungshandbuch schafft hierfür verbindliche Regeln.

Prozessgovernance und Lebenszyklus

Prozessmanagement Software schafft Transparenz. Verantwortung entsteht jedoch erst durch klare Rollen, Entscheidungsrechte und Reviewzyklen. Ein mögliches Governance-Modell umfasst:

1. Process Sponsor

2. Process Owner

3. Process Manager

4. Prozessmodellierer

5. Fachverantwortliche

6. Prozessmanagement Office

Der Lebenszyklus einer Prozessbeschreibung kann wie folgt aufgebaut sein: Entwurf → fachliche Prüfung → Freigabe → Veröffentlichung → Anwendung → Review → Änderung → Archivierung

Bei einer Änderung sollte geprüft werden:

1. Welche Dokumente sind betroffen?

2. Welche Rollen verändern sich?

3. Welche Risiken und Kontrollen müssen angepasst werden?

4. Welche Systeme sind betroffen?

5. Welche Mitarbeitenden benötigen Information oder Schulung?

6. Welche Nachweise müssen aktualisiert werden?

Risiken, Kontrollen und Kennzahlen

Eine Prozesslandkarte entfaltet ihren Managementnutzen erst, wenn sie mit steuerungsrelevanten Informationen verbunden wird. Für einen Prozess können definiert werden:

1. Prozessziel

2. potenzielles Risiko

3. Ursache und Auswirkung

4. präventive Kontrolle

5. entdeckende Kontrolle

6. Kontrollverantwortlicher

7. Nachweis

8. Wirksamkeitsbewertung

Prozesskennzahlen können in vier Kategorien gegliedert werden.

Qualität - Fehlerquote, Nacharbeit, Erstlösungsquote.

Zeit - Durchlaufzeit, Bearbeitungszeit, Wartezeit.

Kosten - Prozesskosten, Fehlerkosten, Kosten je Vorgang.

Leistung und Kunde

Termintreue, Service Level, Output und Kundenzufriedenheit. Ein Process Owner benötigt wenige steuerungsrelevante Kennzahlen, nicht möglichst viele verfügbare Daten. Prozessportal und Nutzererlebnis. Die meisten Nutzer einer Prozessmanagement Software sind keine Modellierer. Sie möchten Prozesse schnell finden, verstehen und anwenden. Wichtige Funktionen sind deshalb:

1. intuitive Navigation über die Prozesslandkarte

2. leistungsfähige Suche

3. rollenbezogene Startseiten

4. verständliche Darstellungen

5. mobile Nutzung

6. Favoriten und Abonnements

7. Benachrichtigungen bei Änderungen

8. Verknüpfung mit Dokumenten und Ansprechpartnern

9. Mehrsprachigkeit

10. klare Anzeige gültiger Versionen

Ein methodisch leistungsfähiges System kann scheitern, wenn Mitarbeitende es im Alltag nicht nutzen.

Softwarekategorien unterscheiden

Nicht jede Prozessmanagement Software erfüllt dieselben Aufgaben.

Prozessmodellierungssoftware - Fokus auf Visualisierung, Architektur und Dokumentation.

Prozessportal oder QM-Plattform - Fokus auf Veröffentlichung, Managementsystem und Mitarbeiterzugriff.

BPM- und Workflow-Suite - Fokus auf digitale Bearbeitung, Aufgabensteuerung und Automatisierung.

Process-Mining-Lösung - Fokus auf datenbasierte Analyse tatsächlich ablaufender Prozesse.

DMS mit Prozessfunktionen - Fokus auf Dokumentenlenkung und ergänzende Prozessdarstellung.

Low-Code-Plattform

Fokus auf Entwicklung digitaler Prozessanwendungen. Die zentrale Beratungsfrage lautet: Benötigt das Unternehmen primär ein Prozessportal, eine Modellierungsplattform, eine Workflow-Lösung oder eine integrierte BPM-Suite?

Process Mining und KI

Process Mining nutzt Ereignisdaten aus IT-Systemen, um tatsächliche Prozessabläufe zu rekonstruieren. Es kann sichtbar machen:

1. reale Prozessvarianten

2. Schleifen und Rücksprünge

3. Wartezeiten

4. Abweichungen vom Soll-Prozess

5. besonders häufige Prozesspfade

Prozessmodellierung beschreibt, wie ein Prozess gestaltet sein soll.

Process Mining zeigt, wie systemgestützte Abläufe tatsächlich stattfinden.

Künstliche Intelligenz

KI kann das Prozessmanagement unter anderem unterstützen bei:

1. Strukturierung von Workshopnotizen

2. Entwurf von Prozessbeschreibungen

3. semantischer Suche

4. Vergleich ähnlicher Prozessmodelle

5. Prüfung auf fehlende Rollen, Risiken oder Kennzahlen

6. Analyse von Prozessvarianten

7. Unterstützung bei Änderungsauswirkungen

8. Zusammenfassung von Prozessreviews

KI kann Prozesswissen strukturieren und Vorschläge erzeugen. Fachliche Freigabe, Prozessverantwortung und organisatorische Entscheidungen verbleiben beim Menschen.

Auswahl und Einführung einer Prozessmanagement Software

Eine erfolgreiche Einführung beginnt nicht mit einer Herstellerpräsentation. Sie beginnt mit Zielbild, Prozessarchitektur, Governance und Anforderungen. Ein professionelles Vorgehen umfasst:

1. Ist- und Reifegradanalyse

2. Entwicklung des strategischen Zielbildes

3. Aufbau von Prozessinventar und Prozessarchitektur

4. Definition von Modellierungsstandards

5. Festlegung von Rollen und Governance

6. Entwicklung fachlicher Anforderungen

7. Erstellung eines Lastenheftes

8. herstellerunabhängige Marktrecherche

9. strukturierte Software-Demos

10. Proof of Concept mit realen Prozessen

11. System- und Anbieterentscheidung

12. Pilotierung und Rollout

13. Qualifizierung von Process Ownern und Modellierern

14. Nutzen- und Wirksamkeitsmessung

Die Software sollte nicht vorgeben, wie das Unternehmen seine Prozesse versteht.

Das fachliche Prozessmodell muss die Grundlage für die Softwareauswahl bilden.

Wirtschaftlicher und strategischer Nutzen

Der Business Case einer Prozessmanagement Software besteht nicht nur aus reduzierter Dokumentationszeit. Mögliche Nutzenfelder sind:

1. kürzere Suche nach gültigen Informationen

2. weniger veraltete Prozessbeschreibungen

3. schnellere Freigaben und Änderungen

4. klarere Prozessverantwortung

5. kürzere Einarbeitungszeiten

6. geringerer Auditvorbereitungsaufwand

7. weniger lokale Prozessvarianten

8. geringere Reibungsverluste an Schnittstellen

9. höhere Nutzung standardisierter Prozesse

10. bessere Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen

Der größere Nutzen entsteht durch transparentere Abläufe, schnellere Entscheidungen und eine höhere Prozessleistung.

Unsere Beratungsleistungen

Wir unterstützen Unternehmen dabei, Prozessmanagement von einer dokumentenorientierten Darstellung zu einer digitalen Unternehmensarchitektur für Verantwortung, Leistung, Risiko und kontinuierliche Verbesserung weiterzuentwickeln. Unsere Leistungen können umfassen:

1. Ist- und Reifegradanalyse

2. Entwicklung einer Prozessmanagement-Strategie

3. Aufbau des Prozessinventars

4. Erstellung der Prozesslandkarte

5. Entwicklung der Prozessarchitektur

6. Moderation von Prozessworkshops

7. Analyse und Visualisierung von Geschäftsprozessen

8. Erstellung von Prozessbeschreibungen

9. Anwendung von Turtle-Methode und SIPOC

10. Entwicklung eines Modellierungsstandards

11. Definition von Process Ownern und Governance

12. Entwicklung von Kennzahlen-, Risiko- und Kontrollmodellen

13. fachliche Anforderungen und Lastenheft

14. herstellerunabhängige Softwareauswahl

15. Begleitung von Demos und Proof of Concept

16. Einführungs-, Test- und Change-Begleitung

17. Qualifizierung von Process Ownern und Anwendern

Wir verbinden Prozessstrategie, Organisation, Governance, Daten und Technologie zu einem wirksamen digitalen Prozessmanagement.

Häufige Fragen zur Prozessmanagement Software

Was ist eine Prozesslandkarte?

Eine Prozesslandkarte zeigt die wesentlichen Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse sowie ihre grundlegenden Beziehungen.

Was ist der Unterschied zwischen Prozesslandkarte und Prozessbeschreibung?

Die Prozesslandkarte bietet den übergeordneten Überblick. Die Prozessbeschreibung erläutert einen einzelnen Prozess mit Zweck, Ablauf, Rollen, Risiken, Dokumenten und Kennzahlen.

Was ist die Turtle-Methode?

Die Turtle-Methode analysiert einen Prozess anhand von Eingaben, Ergebnissen, Rollen, Ressourcen, Methoden und Kennzahlen.

Welche Modellierungsnotation ist geeignet?

Die geeignete Notation hängt von Zielgruppe und Zweck ab. Einfache Flussdiagramme, Swimlanes, BPMN, Turtle und Wertstromdarstellungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Benötigen wir eine BPM-Suite oder ein Prozessportal?

Ein Prozessportal eignet sich vor allem für Dokumentation und Veröffentlichung. Eine BPM-Suite unterstützt zusätzlich Workflow-Steuerung und Automatisierung.

Können bestehende Dateien übernommen werden?

Vorhandene Word-, Visio-, Excel- oder PDF-Inhalte können als Grundlage genutzt werden. Sie sollten vor der Migration methodisch geprüft und vereinheitlicht werden.

Eignet sich Prozessmanagement Software auch für Dienstleistungen?

Ja. Informations-, Projekt-, Service-, Labor- und Verwaltungsprozesse lassen sich ebenso abbilden wie industrielle Abläufe.

Prozessmanagement digital weiterentwickeln

Sie möchten eine unternehmensweite Prozesslandkarte aufbauen, bestehende Prozessbeschreibungen vereinheitlichen oder eine geeignete Prozessmanagement Software auswählen?

Wir unterstützen Sie dabei, Prozessarchitektur, Verantwortlichkeiten, Dokumente, Risiken und Kennzahlen zu einem transparenten Steuerungssystem zu verbinden.

Abhängig vom vereinbarten Projektumfang erhalten Sie:

1. eine Reifegrad- und Prozessanalyse

2. ein strategisches Zielbild

3. ein strukturiertes Prozessinventar

4. eine unternehmensweite Prozesslandkarte

5. ein Modell für Führungs-, Kern-, Unterstützungs- und End-to-End-Prozesse

6. einheitliche Prozessbeschreibungen und Turtle-Darstellungen

7. klare Rollen und Process Owner

8. ein Kennzahlen-, Risiko- und Kontrollmodell

9. fachliche Anforderungen an Software und Integration

10. eine herstellerunabhängige System- und Anbieterauswahl

11. eine Einführungs- und Rollout-Roadmap

Eine Prozessmanagement Software visualisiert Abläufe.

Strategischen Nutzen erzeugt sie erst, wenn Prozessarchitektur, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Verbesserungen zu einem aktiven Steuerungssystem verbunden werden.

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Wir bieten herstellerunabhängige Unternehmensberatung für Prozessmanagement Software, Prozesslandkarten und digitale Prozesssteuerung